Einsatzfahrzeug für die Bergretter in Galtür löste Debatte aus

Die Bergrettung Galtür beschloss mit Stimmenmehrheit den Ankauf eines Gelände-Pkw. Kommunikationsprobleme konnten gelöst werden.

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Bürgermeister Toni Mattle mit Bergrettungsobmann Christian Walter, Kassier Hermann Lorenz und Obmann-Stv. Adolf Lorenz (v.r.) demonstrierten Gemeinsamkeit in und für Galtür.
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Von Toni Zangerl

Saltür –Von den 92 Ortsstellen der Tiroler Bergrettung haben 17 noch kein eigenes Einsatzfahrzeug – darunter auch Galtür mit Ortsstellenleiter Christian Walter. Alle anderen besitzen ein einheitlich ausgestattetes geländegängiges Fahrzeug. Ein Umstand, der sich für die Galtürer 2020 ändern wird.

Der Beschluss zur Anschaffung fiel bei der jüngsten Jahreshauptversammlung allerdings nicht ohne kritische Stimmen, es gab Enthaltungen bei der Abstimmung. Als klarer Befürworter deklarierte sich Bürgermeister Toni Mattle, zugleich stellvertretender Landesleiter der Bergrettung. „Seit Galtür kein Standort mehr für das Rote Kreuz ist, haben wir kein Bergefahrzeug mehr“, zeigte Mattle auf. Im Fall einer Straßensperre könnte auch das in Ischgl stationierte Rotkreuz-Fahrzeug nicht nach Galtür kommen.“

„Die Anschaffung kostet 60.000 Euro“, sagte Obmann Walter. „Klar muss sein, dass aus unserer Kameradschaftskassa kein Euro kommt. Aber die Notwendigkeit eines Einsatzfahrzeuges ist unbestritten.“ Nachdem Herbert Figl von der Landesleitung das Auto präsentiert hatte, fiel das Abstimmungsergebnis mehrheitlich mit Ja aus.

Zur Finanzierung: 20.000 Euro kommen (gemeinsam) vom Land und der Landesleitung, die Gemeinde und der TVB leisten ebenfalls einen Beitrag, auch eine Haussammlung ist geplant.

Mit 18 Einsatzanforderungen verzeichneten die Galtürer Bergretter ein ereignisreiches Jahr. Dabei waren einige Einsätze, die Hüttenwirt Gottlieb Lorenz im Jamtal erledigte, noch gar nicht mitgezählt, wie Walter sagte. Die Zahl der Alpinisten im hintersten Paznaun habe sich kräftig erhöht. Der Nachwuchs bereitet den Galtürer Bergrettern keine Sorge, wie Ausbildungsleiter Georg Juen sagte. Zehn Anwärter stehen bereit. Über Kommunikationsprobleme mit den Vorarlberger Begrettern in Gaschurn berichtete Obmann Walter: „Aber nach Gesprächen mit Bürgermeister Mattle konnten die Einsatzkompetenzen dies- und jenseits der Landesgrenze geklärt werden.“


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