Umzug zeigt Höttinger Brauchtum

Am 19. Jänner geht in Hötting ein großer Nachtumzug in Szene – für den guten Zweck.

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Der „Höttinger Surtaucher“ hatte beim Höttinger Brauchtumsumzug 2015 einen großen Auftritt – und ist auch diesmal mit von der Partie.
© Bucher

Von Markus Stegmayr

Innsbruck –Michael Kopp, David Lukasser, Josef Kuen und Andreas Leismüller sind die Köpfe hinter dem am 19. Jänner 2019 stattfindenden „Höttinger Brauchtumsumzug“ (Beginn: 16 Uhr). Bei diesem wollen sie zusammen mit zwölf Höttinger Vereinen vornehmlich Bräuche und Sagen vorstellen.

2015 feierte der Umzug bei Schneeregen Premiere. Trotz der widrigen Wetterverhältnisse wohnten damals rund 2500 Interessierte dem Brauchtumsspektakel bei. Ganz aus dem Nichts kam aber die 2015er-Veranstaltung nicht, denn bereits 1974 hatte es einen vergleichbaren Umzug gegeben. „Eine viel zu lange Pause“, meint Hauptorganisator Michael Kopp.

Ein „Partyumzug“ wollte man 2015 nicht sein – und will man auch 2019 nicht sein. „Gefeiert wird dann beim anschließenden Ball“, sagt Kopp mit einem leichten Lächeln. Man wolle stattdessen die Bräuche, Geschichten, Sagen und Traditionen aus dem dörflich gebliebenen Innsbrucker Stadtteil auf unterhaltsame Weise darstellen und erzählen, so Kopp.

Und davon gibt es ganz offensichtlich mehr als genug: Beteiligt sind etwa die Höttinger Muller, die Höttinger Bergknappen, die Höttinger Vogelforcher oder der Höttinger Surtaucher. Die Musikkapelle wird natürlich ebenso wenig fehlen. Auch drei „auswärtige“ Vereine sind mit dabei, zum Beispiel die Baumkirchner Hexen. Aufführungen werden vor allem an großen Plätzen stattfinden, unter anderem am Höttinger Kirchplatz oder beim Platz vor der Freiwilligen Feuerwehr Hötting.

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Gewissermaßen als Vorbild nennen Kopp, Lukasser und Kuen das Theaterstück „Rund um den Höttinger Turm“, das 2000 und 2006 im Höttinger Vereinsheim aufgeführt wurde. In diesem kamen damals etwa die Vogelforcher oder das Peitschenschnellen vor. „Das war quasi der Indoor-Umzug“, bemerkt Kopp dazu. „Jetzt beim Umzug haben wir aber sogar drei Aufführungsplätze, die rund um den Turm sind“, sagt er nicht ohne Stolz. Auch die zumeist spätere Aufführungszeit eines Theaterstückes hat man, ob bewusst oder unbewusst, beibehalten. Der Höttinger Brauchtums­umzug ist ein Nachtumzug, der um 16 Uhr in der Dämmerung beginnt und in der Dunkelheit endet.

Neben dieser Besonderheit dient die Kulisse Hötting selbst als Alleinstellungsmerkmal. „Durch den Umzug 2015 ist der ohnehin schon gute Zusammenhalt der Vereine in Hötting noch einmal stärker geworden“, meint David Lukasser, der, wie Kopp und Kuen auch, bei den Höttinger Mullern aktiv ist. Dass es in Hötting sowohl einen Dorfwirt als auch einen Bäcker und einen Konditor gibt, unterstreicht dabei noch zusätzlich den Dorfcharakter des Stadtteils.

Ebendiesen Charakter schätzt laut Organisatoren auch der jetzige Bürgermeister Georg Willi, der ebenfalls in Hötting lebt und sich auch schon mal beim Dorfwirt sehen lässt. „Es geht uns gut mit einem Höttinger Bürgermeister“, gibt Kopp zu. „Wir werden ihn auch noch persönlich einladen – und falls er noch einen Wagen machen will, dann gerne“, ergänzt Kuen.

Aber nicht nur um um die Höttinger Bräuche zu erleben, sollte man am 19. Jänner nach Hötting kommen – sondern auch um Gutes zu tun: Ein Euro pro verkaufter Karte geht an den Spendenfonds „Help for Kids“ des Vereins Soccer Team Rum, mit dem bedürftige Kinder und Familien unterstützt werden. VVK: Burenwirt, Café Glockengießer, Bäckerei Widmann, Fa. Alternativ Installationen, Café Gießen und per Facebook: „Höttinger Muller“.


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