Sport: Sprüche des Jahres 2018 Teil 4 - Fußball-WM Russland

Wien (APA) - THEMA ......

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Wien (APA) - THEMA ...

... DEUTSCHLAND:

„Er fühlt sich wie der Vater, der auf das Katastrophenzeugnis des Kindes schaut und denkt: Wenn es nur die Fünf in Mathe wäre - aber es hat ja in allen Hauptfächern nicht gereicht...“ Fußball-Experte Marcel Reif in einer Kolumne für die redaktionelle Kooperation G14plus über die deutsche WM-Auftaktniederlage gegen Mexiko.

„Da braucht man Usain Bolt und einen anderen Topsprinter, die das weglaufen können. Das schafft keiner von den Spielern, die wir hier haben.“ Sami Khedira über das Problem der defensiven Mittelfeldspieler, beim 0:1 Deutschlands gegen Mexiko die großen Löcher zwischen Abwehr und Angriff zuzulaufen.

„Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt.“ ARD-Experte Thomas Hitzlsperger über die Spielweise der schwedischen Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Deutschland.

„Jeder weiß, dass sie es verdient hatten.“ Der ehemalige deutsche Teamchef Jürgen Klinsmann über das frühe Aus der DFB-Auswahl.

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„Es war fast schon arrogant. Ich wollte das auf die Spitze treiben und es noch mehr perfektionieren.“ Teamchef Joachim Löw in seiner WM-Analyse über die Spielanlage der Deutschen.

... NEYMAR:

„Eine Frisur, die aussah wie mit Haarspray befestigtes Stroh aus dem letzten Osterkorb.“ Die „Süddeutsche Zeitung“ über die neue Haarpracht von Brasiliens Star Neymar.

„Er kommt mir vor wie ein eigensinniger Fußballer, der seiner Partitur folgt, ohne das Orchester miteinzubeziehen.“ Argentiniens Trainer-Legende Cesar Luis Menotti in der katalanischen Tageszeitung „Sport“ über Neymar.

... RONALDO UND MESSI:

„Cristiano ist wie ein Portwein. Er weiß seine Fähigkeiten zu verfeinern und in bester Weise zu altern.“ Portugals Trainer Fernando Santos nach dem 1:0-Sieg seines Teams gegen Marokko über Torschütze Cristiano Ronaldo.

„Ich habe meine Hausaufgaben gemacht.“ Islands Goalie Hannes Hallorsson nach dem gehaltenen Elfmeter von Argentiniens Star Lionel Messi.

„Ich wusste, dass Gott mit uns ist und uns nicht verlassen würde.“ Argentiniens Superstar Lionel Messi nach dem Einzug ins WM-Achtelfinale durch den 2:1-Sieg gegen Nigeria.

... WEITERE WM-STARS UND -SPIELER:

„Das Karma kann manchmal hart sein.“ Schwedens Stürmer Marcus Berg über das Ausscheiden der Deutschen, nachdem diese in Folge des 2:1-Siegs über die Schweden teilweise provozierend gejubelt hatten.

„Jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Mein Selbstvertrauen ist unendlich und ich bin zu allem bereit.“ Stürmer Harry Kane vor Englands Einstieg in die K.o.-Phase.

„In solchen Momenten kann man seine Gefühle nicht kontrollieren. Aber wenn ich es jetzt anschaue, denke ich mir: ‚Was für ein Trottel‘.“ Russlands Tormann Igor Akinfejew machte sich am Dienstag über seinen Bauchrutscher-Jubel nach dem gewonnen Elfmeterschießen im Achtelfinale gegen Spanien lustig.

„Wir haben Kasper im Stich gelassen.“ Dänemarks Christian Eriksen nach dem Out gegen Kroatien trotz dreier von Goalie Kasper Schmeichel gehaltener Elfmeter.

„Vielleicht steht es in den Sternen, dass wir durch das Extradrama gehen müssen.“ Kroatiens Star Luka Modric nach dem zweiten gewonnenen Elfmeterschießen in Folge.

„Es ist nicht das, was ich gewollt habe. Heute akzeptiere ich deinen (Gottes, Anm.) Willen. Denn meine Stärke kommt von dir.“ Kolumbiens Carlos Bacca sieht seinen vergebenen Elfmeter im Krimi gegen England auf Instagram in einem größeren Zusammenhang.

„In einer Mannschaft brauchst du verschiedene Charaktere. Paul ist das Feuer, ich bin eher das Wasser.“ Frankreichs Innenverteidiger Raphael Varane über sich und den extrovertierten Mittelfeldstar Paul Pogba.

„Kannst du die Nachbarn fragen, am Montag den Müll rauszubringen? Wir kommen nämlich noch nicht nach Hause.“ Englands Nationalspieler Harry Maguire auf Twitter einen Tag nach dem Halbfinal-Einzug der „Three Lions“.

„Das alles hier ist ein Lebenstraum. Nicht in meinen wildesten Träumen, und ich bin ein großer Träumer, hätte ich mir das vorgestellt.“ Jungstar Kylian Mbappe nach Frankreichs Final-Einzug.

„Ich wäre lieber gegen Brasilien rausgeflogen. Die wollten wenigstens Fußball spielen.“ Belgiens Nationalgoalie Thibaut Courtois über die Franzosen.

„Ich würde lieber mit diesem belgischen Team verlieren als mit diesem französischen gewinnen.“ Belgiens Star Eden Hazard nach dem Halbfinal-Out gegen Frankreich.

„Da standen elf Terrier auf dem Platz.“ Frankreichs Halbfinal-Siegtorschütze Samuel Umtiti über seine Mannschaft.

„Wir werden 22 Krieger sein.“ Kroatiens Kreativgeist Luka Modric vor dem Finale gegen Frankreich.

„Gäbe es ein Stadion für 4,5 Millionen Menschen - es wäre voll.“ Kroatiens Offensivspieler Ivan Rakitic vor dem Finale am Sonntag gegen Frankreich über die Euphorie der Fans.

... EX-STARS:

„Mexiko verdient es nicht. Wenn die Mexikaner gegen Brasilien oder Deutschland spielen ... Boom, und sie sind draußen.“ Diego Maradona vor dem 1:0-Sieg der Mexikaner gegen Deutschland.

„Schweden hat jetzt weniger Druck, weil ich nicht dabei bin. Wenn ich dabei wäre, wäre die Erwartungshaltung, dass wir alles gewinnen.“ Der aus dem Nationalteam zurückgetretene Zlatan Ibrahimovic.

„Ich habe die Kontrolle und entscheide, wer Trainer wird.“ WM-Zuschauer Ibrahimovic über Schwedens Team.

„Ich habe die Welt übernommen, jetzt übernimmt Schweden die Welt.“ Schwedens exzentrischer Ex-Nationalspieler Ibrahimovic nach dem Gruppensieg seiner Landsleute.

„Vor dem Elfmeterschießen habe ich Wodka getrunken vor lauter Aufregung.“ Kroatiens Verbandspräsident Davor Suker nach dem gegen Russland gewonnenen Viertelfinal-Elfmeterkrimi.

„Wenn wir es jetzt nicht werden, werden wir es nie.“ Belgiens Torhüter-Legende Jean-Marie Pfaff glaubte vor dem verlorenen Halbfinale gegen Frankreich an den Titel für sein Heimatland.

... TRAINER:

„Gestern war für mich der traurigste Tag seit dem Tod meiner Mutter.“ Julen Lopetegui am Vortag der WM-Eröffnung bzw. einen Tag nach seinem Rauswurf als spanischer Fußball-Teamchef bei seiner Präsentation als neuer Trainer von Real Madrid.

„Wir sollten schnell laufen. Aber es ist nicht Leichtathletik. Wir brauchen auch Taktik.“ Russlands Teamchef Stanislaw Tschertschessow.

„Wer 5:0-Siege sehen will, darf nicht zur WM kommen.“ Frankreichs Coach Didier Deschamps nach dem 1:0 über Peru, einem weiteren knappen Favoritensieg.

„Das Wort Problem existiert in unserem Vokabular nicht.“ Tschertschessow trotz des 0:3 gegen Uruguay vor dem Achtelfinale gegen Spanien.

„Ich hoffe sehr, dass sie beide bei der nächsten WM dabei sein werden. Denn der Fußball wird ohne sie nie wieder derselbe sein.“ Der kroatische Ex-Teamchef Slaven Bilic über Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nach deren WM-Ausscheiden.

„Das sind Spiele, in denen es schonungslos bis zum Tod geht.“ Kolumbiens Coach Jose Pekerman über WM-K.o.-Spiele.

„Du bist nie so gut, wie die Leute es sagen, wenn du erfolgreich bist. Und die bist nie so schlecht, wie die Leute es sagen, wenn du nicht gut bist.“ Englands Trainer Gareth Southgate über die Euphorie rund um sein Team.

„Wir fühlen uns ein bisschen wie Wehrpflichtige, die früh abgezogen wurden.“ Russlands Teamchef Stanislaw Tschertschessow nach dem Viertelfinal-Out gegen Kroatien.

„Wir haben das Land auf den Kopf gestellt, das freut uns.“ Tschertschessow zog nach Russlands Ausscheiden Bilanz.

„Wir sind ein Land, in dem alles möglich ist - vier Millionen Einwohner, vier Millionen Trainer, vier Millionen Spieler.“ Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic vor dem Halbfinale auf die Frage, was für sein Team bei der WM noch alles möglich ist.

„Jetzt sind meine Spieler für zumindest vier Jahre an der Spitze der Welt. Wir sind stolz, Franzosen zu sein. Lang lebe die Republik.“ Frankreichs Teamchef Didier Deschamps.

... MEDIEN:

„Viva el VAR!“ Die spanische Zeitung „Sport“, nachdem der Video-Assistent die Aberkennung von Irans Ausgleich zum 1:1 bestätigt hatte.

„Lassen Sie uns über Schande und Peinlichkeit sprechen.“ Ein Medienvertreter zu Argentiniens Coach Jorge Sampaoli nach dem 0:3 gegen Kroatien.

„Die Nacht, in der Modric Messi war.“ Die kroatische Zeitung „Sportske Novosti“ nach dem 3:0-Sieg Kroatiens gegen Argentinien.

„Unsere historischen Burschen: England gewinnt ein Elfmeterschießen - eine Überschrift, von der Sie niemals gedacht hätten, dass Sie sie lesen.“ Schlagzeile der „Sun“ nach dem ersten K.o.-Phasen-Aufstieg der Engländer nach einem WM-Elfmeterschießen.

„Am Ende ist es vermutlich ähnlich, wie wenn man einer Katze ständig erzählt, sie sei ein Löwe. Selbst wenn die Katze dies tatsächlich glaubt, bleibt sie, was sie ist. Eine Katze eben.“ Die „Neue Zürcher Zeitung“ hat nach dem Achtelfinal-Out gegen Schweden über die Situation des Schweizer Nationalteams.

... SONSTIGES:

„Genug von Schiedsrichtern, Den Haag, Videoassistenten, Albanern, Serben, Schicksal, Verschwörungen, Vögeln mit einem oder mehreren Köpfen!“ Serbiens stellvertretende Regierungschefin Zorana Mihajlovic hat die Klagen ihrer Landsleute gegen WM-Ungerechtigkeiten satt.

„Fußball ist ein einfaches Spiel. 22 Männer rennen 82 Minuten dem Ball hinterher und Deutschland muss einen Mann vom Platz schicken. Also rennen 21 Männer für 13 Minuten dem Ball hinterher und am Ende gewinnen irgendwie verdammt nochmal die Deutschen.“ Gary Lineker auf Twitter nach dem 2:1-“Last Minute“-Sieg gegen Schweden in Abwandlung seines legendären Spruchs.

„Fußball ist ein einfaches Spiel: 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende gewinnen die Deutschen nicht mehr immer. Vorherige Version ist auf die Vergangenheit beschränkt.“ Lineker wandelte auf Twitter seinen legendären Spruch nach Deutschlands WM-Aus erneut ab.


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