Ergebnis der Energie AG 2017/2018 um 22,5 Prozent gesunken

Linz (APA) - Die Energie AG Oberösterreich hat im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 Rückgänge beim Umsatz - minus 3,6 ...

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Linz (APA) - Die Energie AG Oberösterreich hat im per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 Rückgänge beim Umsatz - minus 3,6 Prozent auf 1,625 Mrd. Euro - und beim EBIT - minus 22,5 Prozent auf 171,8 Mio. Euro verzeichnet. Trotzdem handle es sich um das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte, teilte der Vorstand in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz mit.

Die Chefs mit Generaldirektor Werner Steinecker an der Spitze verglichen, dass das davorliegende Jahr mit einem Rekordergebnis von vielen Einmaleffekten geprägt gewesen sei. Dem seien im abgelaufenen Geschäftsjahr herausfordernde Ereignisse gegenübergestanden, vor allem die niedrige Wasserführung der Flüsse, die die Stromproduktion durch Wasser auf die Hälfte sinken ließ, dazu kamen auch noch erhebliche windarme Zeiten. Ausgeglichen werden musste das durch 193 Betriebstage des Gas- und Dampf-Kraftwerkes in Timelkam. Doch in allen anderen Segmenten konnte der Umsatz gesteigert werden und die Budgetplanung mit einem EBIT von 122 Mio. Euro sei deutlich überschritten worden. Geholfen hätten auch von der Belegschaft mitgetragene Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme der Vorjahre.

Die Investitionen betrugen 205,1 Mio. Euro und waren damit um 8,2 Prozent höher als im Jahr davor. Der mit 45,1 Prozent größte Anteil entfiel auf das Segment Netz, gefolgt vom Segment Holding und Services (32,5 Prozent), in dem der Ausbau des Lichtwellenleiternetzes sowie der Smart-Meter-Rollout enthalten sind. Der Ausbaugrad bei letzterem beträgt aktuell 85 Prozent.

Die Zahl der Mitarbeiter ist um 1,1 Prozent auf 4.389 Vollzeitäquivalente gestiegen. Auch als traditionell attraktiver Arbeitgeber tue man sich inzwischen schwer, den „richtigen Mitarbeiter für den richtigen Arbeitsplatz“ zu finden, machte Steinecker aufmerksam. Deshalb gibt es ein Programm des technik-getriebenen Unternehmens mit dem auch junge Akademikerinnen angesprochen werden sollen.

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Der operative Cashflow ist um 7,5 Prozent auf 258 Mio. Euro zurückgegangen. Die Finanzverbindlichkeiten betrugen zuletzt 455 Mio. Euro. Damit ist der Schuldenstand seit 2008/2009 - damals 1,059 Mrd. Euro - mehr als halbiert worden. Die Eigentümer - mit über 52 Prozent führend das Land, weiters der städtische Versorger Linz AG, die TIWAG, der Verbund, Banken und eine Versicherung - dürfen sich heuer um eine besonders hohe Dividende freuen: insgesamt 78 statt 54 Mio. Euro - begründet mit den guten Ergebnissen der vergangenen zwei Geschäftsjahre.

Der derzeitige Strompreis bleibt weiterhin bis 1. Jänner 2020 garantiert, auch wenn man den gemeinsamen Vertrieb mit der Linz AG per 1. April beende. Für das laufende Geschäftsjahr hat die Energie AG ein EBIT von 105 Mio. Euro budgetiert, stellt sich aber inzwischen auf 120 bis 125 Mio. ein, auch wenn die Wasserführung noch um 5 Mio. Euro hinten ist.

Gemäß der von der Bundesregierung vorgegebenen „Mission 2030“ als Pfad für die energiepolitische Zukunft soll in Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit sowie digitale Transformation investiert werden. Im laufenden Geschäftsjahr sind 260 Mio. Euro vorgesehen unter anderem wieder für den Ausbau von Energieerzeugung und -Transport. Ein Speicherkraftwerk für 150 Megawatt um 150 Mio. Euro in Ebensee ist nach wie vor in der Schublade. Es rentiert sich aber erst, wenn die Spreizung des Preises zwischen Grundlast und Spitzenstrom höher als derzeit wird. Für solche nachhaltige Investitionen ist wieder eine künftige Verschuldung angedacht, sie könnte dann in Form eines „grünen“ Bonds oder einer Begebung eines „grünen“ Schuldscheins erfolgen.

~ WEB http://www.energieag.at ~ APA286 2018-12-20/13:01


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