Frankfurter Rentenmarkt tendiert fester

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Anleihemarkt sind die Renditen am Donnerstag spürbar gefallen. Der Zins für zehnjährige Bunde...

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Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am deutschen Anleihemarkt sind die Renditen am Donnerstag spürbar gefallen. Der Zins für zehnjährige Bundesanleihen fiel mit bis zu 0,20 Prozent auf den tiefsten Stand seit Ende Mai. Der Terminkontrakt Euro-Bund-Future lag gegen Mittag bei 163,57 Punkten. Zeitweise hatte er etwas höher notiert.

Marktteilnehmer erklärten die Zinsreaktion vor allem mit den Entscheidungen der US-Notenbank vom Mittwochabend. Zwar hob die Federal Reserve ihren Leitzins abermals an. Für 2019 senkte sie jedoch ihre Leitzinsprognose von drei auf zwei Anhebungen. Dies habe an vielen Anleihemärkten die Renditen fallen lassen, hieß es.

Am Donnerstag entschieden zwei andere große Notenbanken über ihren Kurs. Während die Bank of England ihre Geldpolitik nicht veränderte, hob die schwedische Reichsbank ihren Leitzins erstmals seit Mitte 2011 an. Die Anhebung kam nicht ganz überraschend, wurde aber von den meisten Fachleuten erst im kommenden Jahr erwartet.

Am Nachmittag stehen in den USA einige Konjunkturdaten an. Veröffentlicht werden ein regionaler Stimmungsindikator und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Der Markteinfluss der Zahlen ist für gewöhnlich gering.


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