„Oldies“ geben den Ton an

Das Süd-Osttiroler Blasorchester 40+ besteht nur aus Mitgliedern mit musikalischer Reife. Am 26. und am 29. Dezember konzertiert es in Toblach und in Matrei i. O.

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Seit Oktober proben die Mitglieder des Süd-Osttiroler Bezirksblasorchesters 40+ für ihre beiden Auftritte in Toblach und in Matrei in Osttirol.
© Stephan Niederegger

Von Catharina Oblasser

Toblach, Matrei i. O. –An die 75 Damen und Herren blasen dem Publikum in den nächsten Tagen den Marsch: Sie treten als Süd-Osttiroler Bezirksblas­orchester 40+ einmal im Südtiroler Toblach und einmal in Matrei in Osttirol auf. Wie schon der Zusatz „40+“ erahnen lässt, haben die Musiker eines gemeinsam: Alle sind mindestens 40 Jahre alt.

„Wir wollen auch den älteren Semestern die Möglichkeit geben, über ihren musikalischen Tellerrand zu blicken und sich an anspruchsvollen Stücken zu versuchen“, begründet Johann Hilber, Obmann des Verbandes der Südtiroler Musikkapellen in Bruneck. Und Stefan Klocker, Obmann des Musikbezirks Lienzer Talboden, fügt hinzu: „Für junge Musiker gibt es immer wieder Projekte und Förderungen. Mit dem Süd-Osttiroler Bezirksblasorchester 40+ wollen wir auch etwas für die älteren tun.“ Bei den zwei Auftritten dirigieren abwechselnd Martin Gratz (Kals) und Sigisbert Mutschlechner (Olang) – Letzterer zählt selbst erst seit Kurzem zur Altersgruppe 40+. Zu den Senioren im Orchester gehören zwei Brüder aus Vierschach, die beide Klarinette spielen und den 70. Geburtstag schon hinter sich haben.

Martin Gratz schätzt besonders die „musikalische Reife und die Erfahrung“ der älteren Semester, wie er sagt. Ziel des Projekts ist es auch, Kontakte über die Grenze hinweg zu fördern. Das gemeinsame Spiel ist der erste Schritt dazu. Schließlich kommen die Orchester-Mitglieder von unterschiedlichen Blaskapellen. Bei den Auftritten müssen sie aber eine harmonische Gemeinschaft bilden.

Die besetzten Register des „Oldie“-Blasorchesters reichen von Flöte bis Tuba, von Klarinette bis Schlagzeug. Und das musikalische Programm ist nicht einfach. „Wir spielen eine Mischung aus bekannten und neuen Stücken“, schildert Stefan Klocker. „Thematisch und rhythmisch wird viel Abwechslung geboten.“ Zu hören sind unter anderem zwei Konzertmärsche, die uraufgeführt werden, aber auch Klassiker wie „Die diebische Elster“, die Heimatland-Ouvertüre „Rodny Kraj“ und der Espana-Konzertwalzer. Mit einem Stück aus Richard Wagners „Lohengrin“ ist sogar die Opern-Sparte vertreten.

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Das Konzert in Toblach findet am Mittwoch, den 26. Dezember, um 18 Uhr im Kulturzentrum Toblach statt. In Matrei in Osttirol geht es am Samstag, den 29. Dezember, um 20 Uhr im Tauerncenter los. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Gemeinsame Sache für die Musik: die Bezirksobmänner Stefan Klocker (Lienzer Talboden), Johann Hilber (Bruneck-Pustertal), Andreas Berger (Iseltal) und Otto Trauner (Oberland)
© Süd-Osttiroler Blasorchester

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