Straßburg: Trauerzeremonie für getöteten Journalisten in Trient

Antonio Megalizzi wurde vom Schützen von Straßburg in den Kopf getroffen und erlag Tage später seinen Verletzungen. In Italien wird er nun geehrt.

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Trauerbekundungen auch in Straßburg.
© AFP

Trient/Straßburg – Mit einer bewegenden Trauerzeremonie im Dom hat die Stadt Trient am Donnerstag Abschied von dem 29-jährigen Radiojournalisten Antonio Megalizzi genommen, der beim Anschlag in Straßburg vergangene Woche ums Leben gekommen ist. An der Trauerzeremonie beteiligten sich Italiens Staatschef Sergio Mattarella, Premier Giuseppe Conte und EU-Parlamentspräsidenten Antonio Tajani.

Seit Mittwoch war die Leichenkapelle in der Kirche Cristo Re in Megalizzis Heimatstadtviertel geöffnet. Für Donnerstag, den Tag der Beerdigung Megalizzis, wurde in Trient die öffentliche Trauer ausgerufen. Aufgrund eines Beschluss der Regierung in Rom wurden in allen öffentlichen Büros Italiens die italienische und die europäische Fahne auf Halbmast gehisst. Der Sarg Megalizzis wurde in einer europäischen Fahne umhüllt in den Dom Trients getragen.

Die Trauerzeremonie wurde vom Erzbischof von Trient, Lauro Tisi, zelebriert. Er hob das Engagement Megalizzis für die europäischen Werte ein. Megalizzi hielt sich seit einigen Tagen in Straßburg auf, um für Europhonica über die Sitzung des EU-Parlaments zu berichten, als er auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg tödlich verletzt wurde.

Europhonica ist ein Netzwerk von Universitäts-Web-Radios und überträgt einmal im Monat die Sitzungen des EU-Parlaments. Getroffen wurde Megalizzi von einem Schuss in den Kopf. Seine Überlebenschancen standen von Anfang an schlecht. Vergangenen Freitag erlag er im Krankenhaus dann seinen schweren Verletzungen. Nicht geschafft hat es auch sein polnischer Freund, der am Sonntag ebenfalls seinen Verletzungen erlag. (APA)

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