Nach Brand in Schwaz: Container als Zwischenlösung für Senioren

Nach dem Brand steht fest, dass das Altenwohnheim St. Josef abgerissen und neu errichtet wird: Mit 27 Betten mehr sowie Kinderbetreuungseinrichtung.

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Die Schäden nach dem Brand vom 30. November sind so groß, dass das Weidachhof-Heim St. Josef abgerissen wird.
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Von Angela Dähling

Schwaz –Das Altenheim Weidachof/St. Josef in Schwaz muss nach dem verheerenden Dachgeschoßbrand vom 30. November abgerissen werden. Das steht inzwischen fest. Bis das neue Heim steht, dürften drei Jahre vergehen. So lange muss für die 53 Heimbewohner und das Personal, die großteils in einem leerstehenden Stockwerk im Altenheim Innsbruck-Pradl untergebracht wurden – eine Zwischenlösung her. „Überall fehlt Pflegepersonal. Wenn wir den Mitarbeitern des St.-Josef-Heims keine raschen Perspektiven in Schwaz bieten, laufen wir Gefahr, sie zu verlieren“, fürchtet der Schwazer Bürgermeister Hans Lintner. Auch für die Heimbewohner sei es wichtig, in ihr gewohntes soziales Umfeld baldmöglichst zurückzukehren.

„Daher wollen wir in Absprache mit LR Bernhard Tilg und der Generaloberin der Barmherzigen Schwestern ein klares Konzept für die Rückkehr nach Schwaz vorlegen. Es sieht Container als Übergangslösung vor“, erläutert der Stadtchef. Die Container sollen auf drei Jahre angemietet und in dem parkähnlichen Garten des Heimes aufgestellt werden. „An den Mietkosten, die der Heimleitung entstehen, wird sich das Land beteiligen“, erläutert BM Lintner.

Die Stadtgemeinde hat seit drei Jahren einen Vertrag mit dem Heim, das den Sozialen Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams gehört. „Darin wurde verankert, dass die Stadt vier Millionen Euro für den Neubau des Heimes beiträgt. Dieser Neubau war nämlich schon viel früher geplant“, verrät Lintner. Vorgesehen sei gewesen, dass in dem bestehenden Altbau betreutes Wohnen entsteht und auf dem dazugehörigen Grün­areal ein neues Altenheim gebaut wird. Die Pläne seien aber aufgeschoben worden, weil der Orden zunächst andere dringende Bauvorhaben abwickeln wollte.

Aufgrund der geänderten Bedingungen durch den Brand soll nun das Altenheim abgerissen und an derselben Stelle wieder aufgebaut werden. Statt bisher 53 Betten wird es dann über 80 Betten verfügen, die bereits im Pflegestrukturplan des Landes genehmigt sind. „Wir wollen auch einen Kindergarten und eine Kinderkrippe in das neue Heim integrieren und dem Pflegepersonal somit ein Kinderbetreuungsangebot bieten“, erklärt der Stadtchef.

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