Frankreich nahm befreite Yezidinnen auf - Empfang in Paris

Paris (APA/dpa) - Frankreich hat erste aus den Fängen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) befreite Yezidinnen aufgenommen. Innenministe...

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Paris (APA/dpa) - Frankreich hat erste aus den Fängen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) befreite Yezidinnen aufgenommen. Innenminister Christophe Castaner teilte am Donnerstagabend via Twitter mit, er und die einst vom IS misshandelte Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad hätten die Frauen und ihre Angehörigen am Pariser Flughafen Charles de Gaulle empfangen.

Staatspräsident Emmanuel Macron hieß die Frauen via Twitter auf Englisch willkommen. „Welcome to France“, schrieb er. Der bald 41-Jährige hatte im Oktober zugesagt, bis Ende nächsten Jahres 100 aus den Fängen der Extremisten befreite Jesidinnen aufzunehmen, die zurzeit in Flüchtlingslagern im irakischen Kurdistan festsäßen.

Murad ist selbst Yezidin, stammt aus dem Irak und wurde in ihrer Heimat mehrere Monate lang von der Terrormiliz als Sex-Sklavin gehalten, gefoltert und missbraucht. Schließlich gelang ihr die Flucht ins kurdische Grenzgebiet und von dort über ein Aufnahmeprogramm nach Baden-Württemberg, wo sie bis vor kurzem ihren Lebensmittelpunkt hatte.

Nun kämpft Murad dafür, dass die Terroristen vor Gericht kommen, und macht als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen auf die Qualen der IS-Opfer aufmerksam. Für ihr Engagement wurde Murad der diesjährige Friedensnobelpreis zuerkannt.

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