Berichte: Jihadist mit Kontakt zu Charlie-Hebdo-Attentätern verhaftet

Paris/Dschibuti (APA/dpa/AFP) - Ein mutmaßlicher Jihadist aus Frankreich, der Verbindungen zu den Attentätern von „Charlie Hebdo“ gehabt hab...

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Paris/Dschibuti (APA/dpa/AFP) - Ein mutmaßlicher Jihadist aus Frankreich, der Verbindungen zu den Attentätern von „Charlie Hebdo“ gehabt haben soll, ist französischen Medienberichten zufolge in Dschibuti festgenommen worden. Der Verdächtige sei in dem nordostafrikanischen Land in Gewahrsam und solle an Frankreich ausgeliefert werden, heißt es übereinstimmend in Medien - unter Berufung auf anonyme Quellen - am Donnerstagabend.

Peter Cherif alias Abou Hamza habe mit den Kouachi-Brüdern regelmäßigen Kontakt gehabt. Die Islamisten hatten im Jänner 2015 die Redaktion des Pariser Satiremagazins „Charlie Hebdo“ überfallen, dabei waren zwölf Menschen aus dem Leben gerissen worden. Die Attentäter waren nach dem Anschlag getötet worden.

Cherif kämpfte in der Vergangenheit für das Terrornetzwerk Al-Kaida im Irak und wurde dort 2004 festgenommen. Er wurde zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt, konnte aber 2007 fliehen und ging nach Syrien. Später wurde er gefasst und nach Frankreich ausgeliefert, wo er 18 Monate im Gefängnis saß, bevor er sich in den Jemen absetzen konnte. Die USA setzten ihn 2015 als Mitglied des Al-Kaida-Ablegers im Jemen auf eine Terroristenliste.


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