Insider: Trump erwägt Abzug von 5.000 Soldaten aus Afghanistan

Washington/Kabul (APA/Reuters) - Neben dem Rückzug aller amerikanischen Soldaten aus Syrien denkt US-Präsident Donald Trump Insidern zufolge...

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Washington/Kabul (APA/Reuters) - Neben dem Rückzug aller amerikanischen Soldaten aus Syrien denkt US-Präsident Donald Trump Insidern zufolge auch über eine deutliche Reduzierung der US-Truppen in Afghanistan nach. Mehr als 5.000 der 14.000 US-Soldaten dort könnten in ihre Heimat zurückkehren, sagte ein mit dem Vorhaben vertrauter Regierungsmitarbeiter am Donnerstag.

Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ unter Berufung nicht näher genannte Beamte von einem Abzug von etwa der Hälfte der Truppen berichtet. Es sehe so aus, als ob Trump jegliche Geduld in Bezug auf die US-Präsenz in Afghanistan verloren habe, sagten zwei weitere Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

Erst am Mittwoch habe er im privaten Kreis darüber geschimpft und die Frage aufgeworfen, warum die Truppen nach so vielen Jahren immer noch dort seien. Trump hatte noch 2017 einer Aufstockung der Zahl der US-Militärs in dem Land zugestimmt, dies nach eigenen Angaben aber widerwillig getan.

US-Soldaten sind seit 17 Jahren in Afghanistan, mehr als 2.400 von ihnen kamen bei dem Einsatz ums Leben. Vertreter des Verteidigungsministeriums haben allerdings wiederholt erklärt, ein voreiliger Rückzug aus dem Land würde es Militanten erlauben, neue Anschläge gegen die USA vergleichbar mit denen vom 11. September 2001 zu verüben.

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Die radikal-islamischen Taliban haben ihre Position in Afghanistan zuletzt verstärken können. So kontrolliert die Regierung in Kabul einem US-Regierungsbericht nur noch 56 Prozent des Staatsgebiets, nach 72 Prozent im Jahr 2015. Die USA suchen deshalb in Verhandlungen mit den Taliban nach einer Lösung zur Befriedung des Landes.

Bei Gesprächen in Abu Dhabi in dieser Woche haben die Taliban nach Angaben eines Insiders aber US-Forderungen nach einem Waffenstillstand zurückgewiesen und stattdessen gefordert, über einen US-Truppenabzug zu sprechen. Die Berichte darüber, dass Trump dies nun tatsächlich erwäge, könnten als entsprechende Geste an die Aufständischen gewertet werden.

Trump hatte am erst Mittwoch angekündigt, die rund 2.000 in Syrien verbliebenen US-Soldaten abzuziehen. In Regierungskreisen hieß es, dies sei in den kommenden Monaten zu erwarten. Trump hatte das Ende des militärischen Engagements in Syrien damit begründet, dass die Extremistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) besiegt sei.

Am Donnerstag war US-Verteidigungsminister Jim Mattis im Streit mit Trump über dessen Politik zurückgetreten. Mattis hat sich wiederholt für eine starke US-Präsenz in Afghanistan und gegen einen Rückzug aus Syrien ausgesprochen.


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