Ruf nach Ortspolizei nach Vadalenakten in St. Johann

Eine Bank und ein Mülleimer wurden mit goldener Farbe bemalt. Ärger gibt es zudem über zahlreiche Sachbeschädigungen entlang der Ache.

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Von der vergoldeten Parkbank bis zum eingeworfenen Fenster und Beschmierungen reichen die Vandalenakte in St. Johann.
© Pali

Von Michael Mader

St. Johann i. T. –In der Marktgemeinde St. Johann gebe es unerwünschte „Künstler“, stelle die nunmehr parteifreie Gemeinderätin Claudia Pali fest und präsentierte den Mandataren in der jüngsten Gemeinderatssitzung etliche Fotos. Da gab es etwa einen Plastikmülleimer und eine Parkbank, die mit goldener Farbe bemalt worden sind – ebenso wie ein Teil einer Lampe. Es gab aber auch allerhand Beschmierungen und abmontierte Mülleimer entlang der Ache. Das Holzhäuschen, bei dem der Pegelstand der Ache gemessen wird, wurde verunstaltet und ein Fenster eingeworfen. „Zudem sind etliche Mülleimer übervoll, die Gassisäckchen stapeln sich“, wirft Pali ein, die gemeinsam mit dem ebenfalls parteilosen Gemeindevorstand Heribert Mariacher an ihren Antrag erinnerte, einen Ortspolizisten anzustellen.

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Gemeindesicherheitswachen gebe es vor allem in mittelgroßen Gemeinden wie etwa Kirchberg, Kitzbühel, Westendorf, Imst oder Wattens. Aufgrund der zahlreichen und umfangreichen Aufgabengebiete der Ortspolizei wie dem Überwachen von Veranstaltungen, dem Erarbeiten von Katastrophenschutzplänen oder der Verkehrsüberwachung und Verkehrserziehung sei ein schnelles und vernetztes Handeln möglich.

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Während Gemeinderat Peter Wallner (SPÖ) meinte, dass ein Ortspolizist nichts an den jüngsten Vandalenakten geändert hätte, fand GR Christine Gschnaller (Junge und unabhängige St. Johanner), dass Gold in der Weihnachtszeit eh ganz schön sei. Die Vandalenakte würden aber trotzdem zu weit gehen.

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Bürgermeister Stefan Seiwald (ÖVP) will jetzt in den entsprechenden Ausschüssen ein „Gesamtpaket erarbeiten lassen“, damit so etwas nicht mehr vorkommt. Ersatzgemeinderat Andreas Schramböck von den Grünen stellte in diesem Zusammenhang die Frage, ob man sich in St. Johann einen Streetworker leisten könne. „Am Geld wird es letztendlich nicht scheitern“, versprach Seiwald.

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