Schwaz verpasste die Bonusrunde haarscharf

Sparkasse Schwaz Handball Tirol verlor gegen die Fivers mit 27:31 und verpasste die Bonusrunde in der spusu-Liga. Bregenz indes durfte jubeln.

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Von Benjamin Kiechl

Wien — Hängende Köpfe und da und dort eine vergossene Träne. Es hat nicht sollen sein mit der Sensation in der Hollgasse. Zwar stellte Isak Rafnsson zwei Minuten vor Schluss noch auf 27:29, aber der Sieg wollte nicht mehr gelingen. Sparkasse Schwaz Handball Tirol musste sich am Freitag im letzten Spiel des Grunddurchgangs der spusu-Liga bei Rekordmeister Fivers Margareten mit 27:31 (12:16) geschlagen geben und zahlte damit bitteres Lehrgeld.

Weil Bregenz gegen HSG Graz einen 22:16-(10:6)-Sieg feiern konnte, zogen die Vorarlberger in letzter Minute ins obere Play-off ein. Die Tiroler hingegen sind einmal mehr im unteren Play-off zu finden. Dabei war die Mannschaft von Coach Frank Bergemann diesmal so knapp davor gewesen und hatte die beste Ausgangsposition — umso bitterer ist das Ergebnis. Die Niederlage hat sich jedoch abgezeichnet.

Von Beginn an waren die Hausherren mit Kampfmaschine Vytas Ziu­ra dominierend. Die Tiroler, die bei ihrer Liga-Aufholjagd zuletzt Nerven aus Stahl bewiesen hatten, erwischten nicht ihren stärksten Tag. Es war vor allem Nationalspieler Sebastian Spendier, der unermüdlich Richtung Fivers-Tor stürmte, attackierte und um jeden Ball kämpfte. Er putzte in der Abwehr aus und war mit zehn Toren der Top­scorer. Kurzum, der 22-Jährige war Mann des Spiels.

Aber es hätte wohl zwei oder drei Spendiers gebraucht, um das Blatt noch zu Gunsten der Tiroler zu wenden. Der Rest der Mannschaft wirkte müde und war ziemlich abgemeldet. Kreisläufer Alexander Pyshkin erzielte erst nach 41 Minuten sein erstes und einziges Tor. Der Russe Alexander Semikov kam fast gar nicht zur Geltung und traf das Gehäuse überhaupt nicht. Nach einem fragwürdigen Sieben-Meter-Tor in der Schlusssekunde zog Wien auch noch dank der besseren Tordifferenz an den Tirolern, die den Grunddurchgang als Siebte beenden, vorbei. Schwacher Trost: Auch die Wiener verpassten das Play-off. Krems, Hard, Graz, Bregenz und Westwien dürfen indes ebenfalls jubeln: Das Quartett qualifizierte sich für die Bonusrunde.


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