Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend tiefer

Tokio (APA) - Die Aktienmärkte in Fernost haben sich am Freitag dem Abwärtssog an der Wall Street erneut nicht entziehen können. Lediglich d...

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Tokio (APA) - Die Aktienmärkte in Fernost haben sich am Freitag dem Abwärtssog an der Wall Street erneut nicht entziehen können. Lediglich die Hongkonger Börse hielt sich einigermaßen stabil.

Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 1,15 Prozent auf 20.158,67 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gewann gegen den Trend um 0,51 Prozent auf 25.753,42 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor 0,79 Prozent auf 2.516,25 Punkte.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit negativen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 35.749,02 Zählern mit minus 1,87 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 0,71 Prozent auf 5.533,30 Einheiten.

Als Belastung erwiesen sich neue Spannungen zwischen den zwei weltgrößten Wirtschaftsmächten, da die US-Regierung China vorwirft, bei groß angelegten Hackerangriffen auf die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten massenhaft Geheimdaten gestohlen zu haben. Peking wies die Beschuldigungen umgehend zurück.

Beide Länder liegen ohnehin schon wegen ihres Handelskonflikts über Kreuz, wenngleich sie Anfang Dezember einen 90-tägigen „Waffenstillstand“ geschlossen haben. Dazu kommt in den USA die Gefahr eines teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte, weil Präsident Donald Trump und der Kongress sich über die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko streiten. Zuletzt hatte die Wall Street auch noch unter enttäuschten Hoffnungen auf eine weniger straffe Geldpolitik der Notenbank Federal Reserve gelitten.

An der Tokioter Börse trug die weiter starke Landeswährung Yen ebenfalls dazu bei, die Exportchancen der heimischen Unternehmen und damit auch die Attraktivität japanischer Aktien zu schmälern.

Der Anstieg der Verbraucherpreise in Japan hat sich im November abgeschwächt, wurde ferner bekannt. Im November stieg die Inflationsrate im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,9 Prozent, wie Regierungsdaten zeigten. Im Oktober waren es noch 1,0 Prozent gewesen und dies hatten Volkswirte auch für November erwartet. Experten zufolge dürfte vor allem der sinkende Ölpreis zu der Entwicklung beigetragen haben.

Zu den größeren Gewinnern in Hongkong zählten Hengan Group mit einem Anstieg um fast sechs Prozent. Tencent zogen um 4,5 Prozent nach oben und China Life Insurance gewannen 1,7 Prozent an Wert.


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