Tirolerball in Wien: Drei Wochen bis zum Ballhighlight

Für den 27. Tirolerball im Wiener Rathaus fährt Telfs alles auf, was die Marktgemeinde auszeichnet. Tradition soll auf Moderne treffen. Beim Tirolerbund in Wien ist man mit dem bisherigen Vorverkauf sehr zufrieden.

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Die Marktgemeinde Telfs möchte beim traditionsreichen Tirolerball am 12. Jänner auch für frische Farbtupfer im Wiener Rathaus sorgen.
© Die Eventfotografen/Hörmandinger

Von Michael Domanig

Telfs, Wien –Telfs ruft – und viele werden kommen: Drei Wochen vor der 27. Auflage des Tirolerballs im Wiener Rathaus (Motto: „TELfs callin­g ... Kimmsch mit?“) zeigt sich Johann Baumgartner, Obmann des Tirolerbundes in Wien, mit dem Vorverkauf zufrieden: Für Wiens größten Trachtenball am 12. Jänner sind bereits alle 1400 Sitzplätze im großen Festsaal und den Nebensälen weg. Auch die „Flanierkarten“ (ohne fixen Sitzplatz) sind begehrt – unter www.tiroler­bund.eu oder org@tirolerbund.eu kann man sich noch welche sichern.

Ob das vom Telfer Bürgermeister Christian Härting ausgegebene – äußerst ambitionierte – Wunschziel von 2000 Besuchern am Ende erreicht wird, ist für Baumgartner eher zweitrangig: „Wir freuen uns über jeden Tiroler, der bei diesem tollen Erlebnis in Europas größtem Ballsaal mit dabei ist. Wenn man zum ersten Mal über die gewaltige Stiege hinaufgeht, vorbei an den vielen Steinfiguren, ist das schon sehr erhebend.“

Mit dabei ist Gregor Bloéb als Moderator.
© MG Telfs/Dietrich

Die Organisatoren aus Telfs wollen beim Ball (mit 300 Aktiven), wie berichtet, Traditio­n und Modernität vereinen. Baumgartner ist „gespannt und neugierig“, wie das, speziell bei der Mitternachts­einlage, real umgesetzt wird.

Ballauftakt ist am 12. Jänner um 20 Uhr, um 21 Uhr erfolgt die feierliche Eröffnung mit der Marktmusikkapelle Telfs und dem Trachtenverein Obsteig, der zum Auftanz bittet. Ein buntes Bild ist garantiert – mit den Fahnen­abordnungen der Telfer Traditionsvereine, Schützen samt Schützen­schweglern und Marketenderinnen, aber etwa auch „Nationenluftballons“ als Zeichen der Telfer Vielfalt. Herolde künden vom berühmten Schleicherlaufen (die Ball-Eintrittskarte gilt auch als Ticket für die Fasnacht 2020).

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Nicht weniger als sieben Musikformationen sorgen für unterschiedlichste Klänge – von den Jungen Mundewurzn über das Telfer Steeldrum-­Orchester PANergy bis hin zu den Köhlern mit Wohnzimmer-Blues und Gstanzl-Rap.

Auch die Mitternachtsein­lage soll alle Facetten von Telfs aufzeigen: Mit dabei sind Darsteller der Tiroler Volksschauspiele, Chöre, Schüler des Poly Telfs oder Cheerleaderinnen der Telfs Patriots. Am Telfer Monatsmarkt, der in Wien mit großem Aufwand aufgebaut wird, kann man regionale Produkte erwerben. Die Zusammenarbeit mit dem Telfer Organisationsteam um Christian Santer, Arnold Wackerle und vielen anderen lobt Baumgartner als „vorbildlich“.

Eine Premiere wartet beim Galaempfang für den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig vor dem Ball: Dort wird nämlich Nordtiroler Wein, konkret aus Haiming und Tarrenz, ausgeschenkt. „Es wirkt zuerst gewagt, Tiroler Wein in die Weinhauptstadt mitzubringen“, lacht Kurt Neurauter vom Tiroler Weinbauverband, er sei aber überzeugt, „dass wir von der Qualität her locker mithalten können“.

Auch am Sonntag „danach“ wartet ein dichtes Programm, u. a. mit Kranzniederlegung am Südtiroler Platz (11 Uhr) und einem großen Festzug über die Kärntner Straße zum Stephansdom, wo um 12 Uhr der Festgottesdienst beginnt, zelebriert von Bischof Hermann Glettler, dem Telfer Dekan Peter Scheiring und Dompfarrer Toni Faber.

Sieben Musikformationen, darunter die "Jungen Mundewurzn", spielen in Wien auf.
© Die Jungen Mundewurzen

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