Papst zieht positive Bilanz über Kirchenreform

Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus hat bei seiner traditionellen Weihnachtsansprache am Freitag vor leitenden Mitarbeitern der römisch-ka...

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Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus hat bei seiner traditionellen Weihnachtsansprache am Freitag vor leitenden Mitarbeitern der römisch-katholischen Kirche eine positive Bilanz über seine Kirchenreform gezogen. „Die Reform wird nie zu Ende gehen, doch es sind viele Schritte vorwärts gemacht worden“, sagte der Papst vor der Römischen Kurie.

Als Erfolg bezeichnete Franziskus die größere Transparenz im Wirtschaftsbereich, die Leistungen der vatikanischen Finanzaufsicht AIF sowie der Vatikanbank IOR, und das neue Arbeitsdekret. Es gebe zudem viele weitere Reformen, die weniger sichtbar seien. Als „Freuden“, die die Kirche in diesem Jahr erlebt habe, bezeichnete der Papst die Bischofssynode zum Thema Jugend.

Zugleich warnte der Heilige Vater vor Streit und jeglicher Form „spiritueller Verdorbenheit“ in der Kirche. Dabei bezog sich der Pontifex ausdrücklich auf die „Untreue“ jener Geistlichen, die ihre Berufung und ihre Mission verraten.

Viele Geistlichen würden sich hinter guten Absichten verstecken, um Streit und Spaltungen zu provozieren. „Es handelt sich um Personen, die sogar logische und spirituelle Rechtfertigungen finden, um weiterhin ungestört den Weg der Verdammnis zu beschreiten“, meinte der Papst.

Schon in den Vorjahren nutzte Franziskus den Empfang vor Beginn der Weihnachtsfeierlichkeiten im Vatikan, um teils harsche Kritik an den Verwaltungsorganen zu üben. Zudem thematisierte der Argentinier bei vergangenen Weihnachtsansprachen auch immer wieder die mühsame Reform der Römischen Kurie.


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