DNA-Fund kein Beweis für Vergewaltigung

Wegen versuchter Vergewaltigung musste sich gestern am Landesgericht ein Westafrikaner verantworten. Eine Anklage, die für zehn Jahre Haft g...

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Wegen versuchter Vergewaltigung musste sich gestern am Landesgericht ein Westafrikaner verantworten. Eine Anklage, die für zehn Jahre Haft gut ist und den 27-Jährigen relativ spät eingeholt hatte. So sollte der 27-Jährige bereits im Februar 2013 versucht haben, eine Innsbruckerin in deren Hausgang zu vergewaltigen.

Identifiziert werden konnte der mutmaßliche Täter damals freilich nicht. Erst ein späterer DNA-Treffer wies fünf Jahre danach auf den 27-Jährigen hin. Dieser war einst nach einem Lokalbesuch mit einer Freundin der Innsbruckerin in deren Wohnung gelangt. Was dort genau vor sich gegangen war, konnte weder die damals eingeschlafene Freundin noch die Innsbruckerin selbst widerspruchsfrei darlegen. Auch kein anderer Zeuge konnte den 27-Jährigen klar als den damaligen Täter identifizieren. Richter Norbert Hofer fällte darauf einen Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung: „Der bloße Umstand, dass — aus welchen Gründen auch immer — DNA des Angeklagten in dieser Wohnung gefunden worden war, ist zu wenig für so eine schwerwiegende Verurteilung!" (fell)


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