Pachtvertrag steht: Am Badl fliegen weiter die Bälle

Tennisclub und Eisenstein Wörgl GmbH einigten sich auf den Vertrag für die Anlage. Der Traditionsverein hofft auf Unterstützung der Stadt.

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Roland Ponholzer und Stefan Schneck mit dem Pachtvertrag für die Anlage (im Hintergrund) Walter Rupprechter (Eisenstein GmbH) und GR Michael Riedhart (v.l.) freuen sich ebenfalls über die Einigung.
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Von Wolfgang Otter

Wörgl –Der Meisterschafts- und Trainingsbetrieb beim Tennisclub Wörgl ist gerettet. Der Traditionsverein kann die Sportanlage am Bad-Eisenstein-Areal weiter im vollen Umfang nutzen. Dies ermöglicht die Neuauflage eines Pachtvertrags zwischen dem TC und der Eisenstein Wörgl GmbH, wie jetzt bekannt wurde. Der Vertrag läuft auf 20 Jahre. Längere Zeit hingen der neue Pachtvertrag und die Vereinszukunft in der Luft.

Der TC bezahlt für die vier Tennisplätze auf dem Grundstück der Gesellschaft 12.000 Euro im Jahr. Für Roland Ponholzer von der Eisenstein GmbH sei eine faire Vereinbarung gefunden worden. Es habe intensive Gespräche gegeben, zuletzt auch vermittelnd unterstützt von GR Michael Riedhart (Junge Wörgler Liste), wie Ponholzer hervorhebt. Im Vertrag sei eine Klausel enthalten, die der Eisenstein GmbH einen früheren Ausstieg ermöglicht, falls es notwendig sei und man das Areal anderweitig benötige. Mehr wollte man zu den Vertragsbedingungen nicht sagen.

Zufrieden zeigt man sich beim Verein, aber „wir hoffen, dass uns die Stadt dabei finanziell unterstützt“, sagt Tennisclub-Obmann Stefan Schneck. Die Pachthöhe sei für die Widmung angemessen, aber trotzdem für den Verein sehr hoch.

Der TC betreibt am Bad-Eisenstein-Areal im Süden der Stadt sechs Plätze und ein Clubhaus. Vier Plätze stehen auf dem Gelände der GmbH, zwei und das Gebäude auf dem Areal der Wörgler Dorfgemeinschaft. An die zwölf bis 15 Mannschaften nehmen an diversen Meisterschaften teil, 160 Mitglieder jagen auf dem Traditionssportgelände dem kleinen Filzball nach. Was den Verein noch treffen könnte, sind Investitionen in die Plätze. So müssen Stützmauern erneuert werden. Die Kosten dafür könnten sich auf bis zu 100.000 Euro belaufen, wie Schneck erklärt. Daher sei die Unterstützung der Stadt so wichtig.

„Es werden so viele Vereine in der Stadt unterstützt“, hofft Riedhart auf ein offenes Ohr bei der restlichen Kommunalpolitik. Im Ganzen sei er sehr froh, dass nun der Fortbestand des TC gesichert sei.

Schon längere Zeit offen ist die Entscheidung für die weitere Widmung für das Badl-Areal. „Wir haben alles eingereicht, was einzureichen war, und harren der Dinge“, sagt Ponholzer. Bekanntlich will seine Gesellschaft nebe­n dem bereits betriebenen Flüchtlingsheim auf der 12.000 Quadratmeter großen Fläche eine Einrichtung für Burnout- und Demenzpatienten, einen privaten Kindergarten, Büros, Gastronomie, Seminarräume und Betriebswohnungen bauen. Da das Areal im Naherholungsgebiet liege, sei die Widmung besonders sensibel und müsse ganz genau gemacht werden, hatte zu einem früheren Zeitpunkt BM Hedi Wechner die Länge des Verfahrens verteidigt.


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