Jerusalemer Patriarch setzt trotz harter Realität auf Nächstenliebe

Jerusalem (APA/dpa) - Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land rechnet für das kommende Jahr nicht mit einer Verbesserung der ...

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Jerusalem (APA/dpa) - Das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land rechnet für das kommende Jahr nicht mit einer Verbesserung der politischen Lage im Nahen Osten. Er setze dennoch auf die Kraft christlicher Nächstenliebe, sagte der lateinische Patriarch Pierbattista Pizzaballa am Freitag in seiner Weihnachtsbotschaft.

„Wir leben überall in einer sehr schwierigen Realität, mit Gewalt, politischen Problemen und Spannungen“, sagte er. Dagegen seien „Hoffnung, Freunde und Frieden die Realität, die wir als Christen als persönliche Erfahrung leben“.

„Wir wissen, dass wir die politische Lage nicht verändern können“, sagte Pizzaballa. „Aber wir können die Art verändern, unser Leben in dieser Situation zu leben, in unseren Familien, im kleinen Kreis.“ Er wünsche sich für 2019, „dass wir stolze, glückliche und frohe Christen bleiben“.

Pizzaballa führt am Montag die traditionelle Weihnachtsprozession von Jerusalem nach Bethlehem an. Der kleine Ort im Westjordanland wird als Geburtsort Jesu verehrt. Zahlreiche Christen aus aller Welt werden zu den Feierlichkeiten erwartet. Das israelische Tourismusministerium rechnet über die Weihnachtstage mit rund 150.000 christlichen Pilgern und Touristen, wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte.


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