Mindestens 13 Tote bei Islamisten-Doppelanschlag in Mogadischu

Zwei Autobomben explodieren kurz hintereinander. Die Islamistenmiliz Al-Shabaab reklamiert Attentate für sich.

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Mogadischu – Bei einem Doppel-Anschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Samstag mindestens 13 Menschen getötet und 17 weitere verletzt worden. Nach Polizeiangaben sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto an einer Kontrollstelle in der Nähe des Nationaltheaters nur etwa 400 Meter vom Präsidentenpalast entfernt in die Luft.

Kurz danach gab es in der Nähe eine zweite Explosion, bei der nach Angaben eines Reuters-Reporters mindestens zwei Menschen getötet wurden. Die Islamistenmiliz Al-Shabaab („Die Jugend“) erklärte über ihren Propaganda-Sender Radio Andalus, sie habe beide Autobomben-Anschläge verübt.

Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben um Soldaten und Zivilisten. Unter den Toten ist auch ein Journalist eines TV-Senders mit britischer und somalischer Staatsbürgerschaft, der einem Kollegen zufolge in Begleitung zweiter Sicherheitsleute gerade den Kontrollpunkt passierte, als die erste Bombe explodierte.

Seit dem Sturz des Diktators Mohammed Siad Barre Anfang der 1990er Jahre kommt es in Somalia immer wieder zu Gewalt und Gesetzlosigkeit. Vor allem Al-Shabaab verübt häufig Anschläge. Erst im November wurden bei einem Selbstmordanschlag der Extremistengruppe auf ein Hotel in Mogadischu 39 Menschen getötet. Al-Shabaab bekämpft die vom Westen unterstützte Regierung, die von Friedenstruppen der Afrikanischen Union geschützt wird. (APA/Reuters/AFP)

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