Deutsche schenkten dem Staat 2018 Rekordsumme zur Schuldentilgung

Berlin (APA/AFP) - Deutschlands Bürger haben dem Staat in diesem Jahr eine Rekordsumme für den Abbau der Staatsschulden überwiesen. Auf dem ...

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Berlin (APA/AFP) - Deutschlands Bürger haben dem Staat in diesem Jahr eine Rekordsumme für den Abbau der Staatsschulden überwiesen. Auf dem sogenannten Schuldentilgungskonto des Bundes gingen bis Anfang Dezember mehr als 600.000 Euro ein, wie das Finanzministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion erklärte. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Den Unterlagen zufolge gingen vom 1. Jänner bis zum 6. Dezember knapp 610.000 Euro in 150 Überweisungen auf dem Konto ein. Fast die gesamte Summe floss im Mai, als 600.218 Euro überwiesen wurden. Die bis dato höchste Jahressumme seit Einrichtung des Kontos 2006 war im vergangenen Jahr mit gut 144.000 Euro erreicht worden. Die Summe für 2018 übersteigt sämtliche von 2006 bis 2017 gezahlten Beträge, die sich auf insgesamt knapp 555.000 Euro beliefen.

Das Schuldentilgungskonto war im Jahr 2006 „auf vielfachen Wunsch von engagierten Bürgerinnen und Bürgern“ eingerichtet worden, wie es in dem Schreiben des Finanzministeriums heißt. Werbung für das Konto gibt es demnach nicht. Wer einzahlt, bekommt weder ein Dankesschreiben noch eine Spendenquittung. Die Überweisungen können nicht als Spende von der Steuer abgesetzt werden, denn sie dienen laut dem Ministerium „nicht gemeinnützigen Zwecken im steuerlichen Sinne“.


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