Oettinger: Minister sollten hauptsächlich aus Brüssel arbeiten

Berlin (APA/dpa) - EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) fordert die deutschen Minister auf, ihre Hauptarbeitsorte künftig von Berli...

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Berlin (APA/dpa) - EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) fordert die deutschen Minister auf, ihre Hauptarbeitsorte künftig von Berlin in die EU-Hauptstädte Brüssel oder Luxemburg zu verlegen. Viele politische Fragen könne die EU wesentlich effizienter lösen als ein Nationalstaat, von daher würde die Bundesrepublik von einem solchen Schritt selbst profitieren, sagte Oettinger dem „Focus“.

Als Beispiel nannte er die Genehmigung eines Handelsabkommens oder Regeln in der Industriepolitik, bei der die Entscheidungen der EU-Gremien maßgebend seien. „Das heißt aber: Der Hauptarbeitsplatz von immer mehr Bundesministern müsste Brüssel und Luxemburg werden und nicht mehr Berlin“, argumentierte Oettinger. Deutschland habe ein großes Stimmengewicht in der EU. „Und damit käme die Arbeit im Grunde genommen sowohl Europa als auch deutschen Arbeitsplätzen zugute.“

Der im kommenden Jahr aus der EU-Kommission scheidende Oettinger kündigte an, nach Ostern über seine berufliche Zukunft zu entscheiden. „Ich will in der Privatwirtschaft noch mal vollberuflich tätig werden. International“, sagte der Deutsche. Er habe eine Reihe von Anfragen.


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