Kombination: Nachgefragt bei Franz-Josef Rehrl

Ramsau am Dachstein (APA) - Nachgefragt beim Nordischen Kombinierer Franz-Josef Rehrl, der am Samstag beim Heimweltcup in Ramsau als Zweiter...

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Ramsau am Dachstein (APA) - Nachgefragt beim Nordischen Kombinierer Franz-Josef Rehrl, der am Samstag beim Heimweltcup in Ramsau als Zweiter seinen bisherigen Karrierehöhepunkt erlebt hat:

Frage: Wie emotional ist dieser Erfolg vor Heimpublikum für Sie?

Rehrl: „Ich bin schon ein bisschen überwältigt. In Lillehammer ist es alles ein bisschen schneller gegangen. Heute habe ich alles ein bisschen mehr aufsaugen können mit den vielen Leuten, die einem zuschreien. Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk, dass ich mir je selber gemacht habe.“

Frage: Sie waren vor drei Wochen Dritter, jetzt Zweiter - kommt als nächstes ein Sieg?

Rehrl: „Das werde ich nicht erzwingen. Wenn ich noch 20 Mal Zweiter werde, wäre es auch schön. Sollte es einmal zum Sieg reichen, freut mich das umso mehr. Mein Ziel sind immer die Top Ten. Alles was besser ist, ist sehr gut.“

Frage: Haben Sie vor dem Start des Langlaufs mit einem Podestplatz spekuliert?

Rehrl: „Sicher, ich kann schon rechnen auch. Ich habe aber gewusst, es ist keine gemähte Wiese, aber wenn es passt in einem Superrennen, dann kann es sich ausgehen. In der zweiten, dritten Runde, hab ich gewusst, es wird sich ausgehen. Dann ist es nur mehr darum gegangen, wer von uns zwei der Schnellere ist. Aber es ist ok, dass ich Zweiter bin, das freut mich voll.“

Frage: Mario Stecher hat gemeint, vor einem Jahr hätte noch niemand mit solchen Erfolgen von Ihnen gerechnet. Haben Sie es?

Rehrl: „Vor einem Jahr war ich sicher nicht so reif wie jetzt. Ich habe viel dazugelernt, bin oft über meiner Pace ins Rennen gestartet. Aber es hat auch heute alles passen müssen. Das ist mir sehr gut gelungen, dann schaut das Ganze so aus.“

Frage: War das Ihre bisher beste Laufleistung?

Rehrl: „Vom Gefühl her sicher. Ich habe das ganze Rennen genießen können, es war halt am Schluss nicht schnell genug.“

Frage: Hatten Sie den Tag wegen des missglückten Sprungs zwischenzeitlich schon abgeschrieben?

Rehrl: „Nach dem Springen habe ich mir schon kurz gedacht, der Tag ist für den Hugo. Mit einer Minute Rückstand kann ich nicht mehr viel reißen.“

Frage: Wie viel Zeit bleibt Ihnen vor dem Sonntagbewerb zum Feiern?

Rehrl: „Gar keine. Es folgt sofort die Regenerationseinleitung mit Essen, Speicher füllen und dann geht es zum Ausradeln. Ich habe aber morgen, egal wie es ausgeht, schon einen Grund zum Feiern.“

(Aufgezeichnet von Manuel Zankl/APA in Ramsau)


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