Mann nach Festnahme bei Cobra-Einsatz in OÖ an Justiz übergeben

Linz (APA) - Die Polizei übergab am Samstag den 39-jährigen Mann, der nach jahrelanger familiärer Gewalt mit Cobra-Unterstützung am Donnerst...

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Linz (APA) - Die Polizei übergab am Samstag den 39-jährigen Mann, der nach jahrelanger familiärer Gewalt mit Cobra-Unterstützung am Donnerstag in Linz festgenommen wurde, der Justiz. Der Mann wurde in die Justizanstalt in der Pochestraße eingeliefert, berichtete Michael Hubmann vom Stadtpolizeikommando auf APA-Anfrage.

Zuvor wollten die Ermittler den Mann noch einmal befragen, er machte aber keine weiteren Angaben mehr. Der Mann soll seine Lebensgefährtin jahrelang missbraucht und zumindest einmal vergewaltigt haben. Die Linzer Polizei hat durch die Festnahme des Mannes am Donnerstag vermutlich eine Bluttat vor Weihnachten im familiären Bereich verhindert. Der 39-Jährige wurde aufgrund der aktuellen Ermittlungsergebnisse von der Polizei als „tickende Zeitbombe“ eingeschätzt.

Die 41-jährige Frau hat nach eigenen Angaben seit Jahren ein Martyrium durchlebt. Ihr Lebensgefährte soll sie immer wieder geschlagen und bedroht sowie im Frühling zudem vergewaltigt haben. Im Raum steht auch, dass er gegen die beiden Kinder - eines im Volksschul-, eines im Kindergartenalter - ebenfalls gewalttätig gewesen sein könnte. Die Frau hatte aber offenbar aus Angst nie Anzeige erstattet. Am Donnerstag dürfte sich die Lage soweit zugespitzt haben, dass sie sich doch entschloss, zur Polizei zu gehen.

Der Mann ließ sich in der Wohnung von der Polizei mit Unterstützung des Sondereinsatzkommandos widerstandslos festnehmen. Zuvor hatte der 39-Jährige noch eine geladene Waffe aus dem Fenster geworfen, eine weitere, vollautomatische samt Munition, wurde sichergestellt.

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