Illegaler Handel in Tirol: Mehr als hundert Waffen sichergestellt

Die Tiroler Polizei forschte einen 67-jährigen Hauptverdächtigen aus dem Bezirk Schwaz und einen weiteren 50-jährigen Verdächtigen aus.

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Die Polizei stellte über 100 Waffen sicher.
© Polizei

Innsbruck – Der Tiroler Polizei ist in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) ein Schlag gegen den Illegalen Waffenhandel gelungen. Zwei Tatverdächtige wurden angezeigt, Hunderte Waffen sichergestellt.

Stein des Anstoßes war die Verhaftung zweier Deutscher vergangenen Mittwoch in Deutschland: Sie hatten zuvor eine Maschinenpistole ohne Serien- oder Beschussnummer in Tirol gekauft. Das rief die Behörden auf den Plan, die sofort zu ermitteln begannen. Der Verkäufer war schnell ausgeforscht: Es handelte sich um einen 67-jährigen Schwazer, bei dem die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung anordnete. Das LVT Tirol durchkämmte mit Unterstützung von Diensthunden und einer Cobra-Einheit den Wohnsitz des Mannes und stellte rund 100 Schusswaffen, darunter zwei neuwertige Maschinenpistolen mit Schalldämpfern ohne Serien- und Beschussnummer, 20 Schalldämpfer, neun verbotene Waffen und rund 200 Kilogramm Munition sicher.

Illegal Maschinenpistolen und Waffen verkauft

Weitere Ermittlungen führten die Polizei zu einem zweiten Tatverdächtigen, einem 50-jährigen Österreicher, der im Verdacht steht, die drei Maschinenpistolen und Faustfeuerwaffen illegal an den 67-Jährigen verkauft zu haben.

Im Zuge von Hausdurchsuchungen in den Bezirken Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land und Imst konnten weiteres Kriegsmaterial, Schusswaffen und verbotene Waffen sichergestellt werden.

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Die Ermittler fanden unter anderem verbotene Waffen wie Totschläger und eine Stahlrute, Schalldämpfer, Schusswaffen wie Pistolen, Revolver und Langwaffen sowie Munition. Außerdem wurde bei beiden Tatverdächtigen Bargeld in Höhe von insgesamt 80.000 Euro, das offensichtlich aus dem illegalen Handel mit Schusswaffen stammt, sichergestellt.

Gegen die beiden Tatverdächtigen wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Der 67-Jährige, der nicht im Besitz eines Waffenpasses oder einer Waffenbesitzkarte ist, zeigt sich zum Tatvorwurf geständig. Der 50-Jährige bestreitet die Tat.

Beide werden bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Vergehens nach dem Waffengesetz und Kriegsmaterialgesetz auf freiem Fuß angezeigt. Eine weitere Anzeige ergeht an die Bezirksverwaltungsbehörde wegen Übertretungen nach dem Waffengesetz. (TT.com)

Unter den Waffen waren auch Maschinenpistolen.
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