Hochzeiger-Zubringer nimmt langsam Gestalt an

Die Dorfbahn Jerzens sollte von der Pitztal-Landesstraße über einen Zwischeneinstieg im Dorf bis zur Hochzeiger-Talstation führen.

Die Talstation befände sich bei Kfz Reinstadler.
© Paschinger

Jerzens –Seit kurz vor Weihnachten dürfte in der Pitztaler Gemeinde Jerzens wieder für Diskussionen gesorgt sein: Bürgermeister Karl Raich präsentierte nämlich im Irzer Gemeindeblatt eine mögliche Trasse für die „Dorfbahn Jerzens“. Die ersten Reaktionen aus der Gemeinde seien großteils positiv gewesen, berichtet Raich. Und „von (fast) allen Grundbesitzern erhielten wir bereits die Zustimmung“, schreibt er im Dorfblatt. Bei den „Ausstehenden“ hoffe man noch auf „deren Weitblick und Verständnis für die wirtschaftliche Weiterentwicklung“.

Die Zugangssituation zum Hochzeiger gestaltet sich seit vielen Jahren unbefriedigend: Das Skigebiet ist nur über eine enge, kurvige Straße und durch das Dorf erreichbar. Doch mit der Berücksichtigung im Tiroler Koalitionsabkommen wurde der seit Langem angedachte Zubringer geadelt. Und so „kam man zum Ergebnis, dass mit der Errichtung einer Zubringerbahn mit einem Zwischeneinstieg im Dorf die ganze Problematik am besten gelöst wäre“, erklärt der Dorfchef.

Seit kurz vor Weihnachten steht nun auch eine mögliche Trasse fest: Die Talstation wäre bei der Firma Kfz Reinstadler vorgesehen. Über einen Zwischeneinstieg im Dorf (im Bereich oberhalb des Schlachthofes) würde die Gondelbahn dann an der Böschungskante beim Parkplatz Liss die Talstation des Hochzeiger Skigebietes anfahren. Für Raich ist diese Variante eine „zukunftsträchtige und kluge Lösung, um eine Verbesserung zu erreichen“.

Raich gehörte jenem Team an, das vom Hochzeiger-Aufsichtsrat damit beauftragt wurde, eine machbare Trasse zu finden. Dieser Gruppe gehörten außerdem TVB-Obmann Rainer Schultes, Hochzeiger-Vorstand Thomas Fleischhacker, TVB-Ortssprecher Joachim Eiter, Vizebürgermeister Michael Gritsch sowie Seilbahner und Hotelier Armin Falkner an.

Von der Pitztalstraße (l. u.) über die Dorf-Haltestelle sollte der Zubringer über das Dorf zur Liss hinaufführen (r. o.).
© Doppelmayr, Montage

Mit nicht weniger als 13 Vorteilen preist der Bürgermeister im Gemeindeblatt das Projekt an. Ganz oben auf dieser Liste steht für ihn dabei die „Verkehrsentlastung und Lärmberuhigung“. Neben weiteren Entwicklungsmöglichkeiten auch für den Sommertourismus hebt er insbesondere die „Sichtbarmachung der Hochzeiger Bergbahn an der Talstraße“ hervor. Auch TVB-Obmann Schultes meint dazu auf Anfrage der TT: „Wenn es machbar und finanzierbar ist, stellt diese Bahn langfristig sicher eine enorme Aufwertung dar.“ (pascal)


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