Flüchtlinge in Tirol: Mangelhafte Betreuung “brandgefährlich“

Nach dem Mord an einer jungen Syrerin sieht die FPÖ ein Sicherheitsproblem, die Diakonie eines österreichweit in der Betreuung der Flüchtlinge. Eine ehemalige Heimleiterin erzählt vom „Chaos“ in Tirols Asylheimen.

(Symbolfoto)
© iStock

Von Anita Heubacher

Innsbruck — Es sind die größten der 84 Asylwerberheime in Tirol, jene in der Innsbrucker Reichenau. Zu Spitzenzeiten waren in den Gebäudekomplexen 500 Asylwerber untergebracht. Heute sind es weitaus weniger. Die Zahl der Asylwerber in Tirol ist auf 3000 gesunken, ebenso wie der Personalstand der Tiroler Sozialen Dienste GmbH. Das landeseigene Unternehmen ist für die Betreuung der Asylwerber zuständig und betreibt die Asylwerberheime. Auch jenes in der Reichen­au. Dort wird am Stefanitag eine 23-jährige Syrerin von ihrem Ehemann mit Fäusten und Tritten zu Tode geprügelt. Stunden nach der Tat ist weder ein Heimleiter vor Ort noch die TSD-Führung erreichbar, noch gab es eine Krisenintervention.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte