Tiroler “Krypto-Star“: „Lügen, Spekulationen und Gerüchte“

Nachdem der Tiroler „Krypto-Guru“ Julian Hosp am 8. Jänner sein Ausscheiden aus dem von ihm mitgegründeten Start-up TenX verkündet hatte, tauchten sehr schnell Anschuldigungen gegen den jungen Tiroler auf. Er dementiert.

Julian Hosp wehrt sich gegen die vielen Anschuldigungen.
© Jan Hafner

Singapur –Nachdem der Tiroler „Krypto-Guru“ Julian Hosp am 8. Jänner sein Ausscheiden aus dem von ihm mitgegründeten Start-up TenX verkündet hatte (die TT berichtete), tauchten sehr schnell Anschuldigungen auf, er hätte durch einen Verkauf der zu TenX gehörenden PAY-Token noch vor der Bekanntgabe seines Rücktritts rechtzeitig Kasse gemacht. Anschuldigungen, denen Hosp nun in einem Statement vehement entgegentritt. Die letzten paar Tage seien wahrscheinlich die härtesten in seinem Leben gewesen, so Hosp. Er sei von vielen Lügen, Spekulationen und Gerüchten getroffen worden. „Weiters habe ich die Geschichten über mich gelesen, dass ich angeblich 2,2 Mio. Token als Insider verkauft habe“, so Hosp. Das sei falsch und basiere auf „inkorrekten Tatsachen“, die jemand versucht habe – ohne Substanz – irgendwie zu kreieren. Er habe Token als Teil seines Gehalts erhalten und habe, basierend auf dem Wert zum Zeitpunkt des Erhalts, Steuern darauf zahlen müssen, genau wie jeder andere Steuerzahler auch. Er hätte auf die falschen Anschuldigungen sofort reagieren wollen, aber bei all den Ausbrüchen in den Medien und der Community sei er so überwältigt gewesen, dass er erst einmal selbst durchatmen habe müssen.

Sein ehemaliger Geschäftspartner Tobias Hoenisch und neuer TenX-CEO hat sich unterdessen ebenfalls mit einem kurzen Statement zu Hosps Ausscheiden bei TenX geäußert. Die Entscheidung sei einvernehmlich unter allen Gründern – auch mit Hosp – gemeinsam getroffen worden und die beste Lösung für die Zukunft von TenX.

Die Roadmap für 2019 ist laut Hoenisch durch den Weggang von Hosp nicht bedroht und solle wie geplant eingehalten werden. Von den TenX-Kreditkarten seien bereits 20 Stück ausgeliefert worden und man arbeite aktuell an der zweiten Charge. Wie groß diese sein wird, verrät TenX allerdings nicht.

Hosp und seine Partner hatten 2017 mit ihrem Start-up in Singapur über einen so genannten „Token Sale“ 80 Mio. Dollar eingespielt. Die Idee hinter TenX: eine Kryptogeldkarte, mit der Besitzer von Digitalwährung auch offline so einfach bezahlen können wie mit einer Kreditkarte. (hu)


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