Arzl baut sich nun selber ein Heizkraftwerk

Die e5-Gemeinde jongliert heuer mit einem Fast-7,6-Millionen-Euro-Budget. Weil die Fernwärme nach gut 20 Jahren eingestellt wird, ist Arzl selber aktiv.

Die Gemeindegebäude im Arzler Dorfzentrum sollten auch in Zukunft durch ein eigenes Heizkraftwerk beliefert werden.
© Parth

Von Alexander Paschinger

Arzl i. P. –2019 wird auch für Arzl das letzte Jahr mit der „altbewährten Kameralistik“, wie es Vizebürgermeister Andreas Huter bei der Budgetsitzung ausdrückte. Ab 2020 gilt dann die doppelte Buchführung. Und da haben die Gemeindemitarbeiter bereits volle Arbeit geleistet, so Bürgermeister Josef Knabl: Das gesamte Gemeindeeigentum vom Tisch über Gebäude bis hin zu den Straßen – alles wurde erfasst. Für heuer arbeitet die Gemeinde Arzl mit insgesamt knapp 7,6 Millionen Euro im ordentlichen und außerordentlichen Haushalt. Dabei stechen einige Projekte besonders hervor:

1 „Wir bauen ein kleines Heizkraftwerk “, fällt dem Arzler Dorfchef im TT-

Gespräch gleich als Erstes ein. Mitte des Jahres wird nämlich das bestehende Heizwerk eingestellt. Die Leitungen seien 20 Jahre alt und „desolat, es wurde nichts mehr investiert“, so Knabl. Die Gemeinde hatte daher kein Interesse, diesen Betrieb selber und vor allem kostenintensiv fortzuführen. Als e5-Gemeinde ist das Interesse an so einem System aber groß: Gruabe Arena, Tennis-Café und Gemeindehaus sollten mit einem neuen Werk geheizt werden. Geschätzte Gesamtkosten: 600.000 Euro.

2 Noch größer ist die Projektsumme für den Ausbau des

schnellen Internets (LWL) in Wald

: „Das ist noch ein weißer Fleck und wir haben die Zusage für eine 75-prozentige Förderung“, erklärt Knabl. Dieses Vorhaben, das auch im Rahmen des regionalwirtschaftlichen Programms Pitztal stark gefördert wird, ist für ihn ein wichtiges Anliegen. Immerhin geht es um eine Gesamtinvestition zwischen 900.000 und einer Million Euro. Das dürfte aber nicht das einzige Leitungsprojekt im Gemeindegebiet bleiben, denn „die Tigas interessiert sich auch wieder für einen weiteren Ausbau“, berichtet der Bürgermeister.

3 Auch einen

Schwerpunkt Leins

hat Knabl im Blick: Es geht um die Gestaltung des dortigen Fußballplatzes, aber auch Verbesserungen bei Schule, Kindergarten und Wohnungen – rund eine Million Euro sollten dort insgesamt investiert werden.

Daneben hat der Arzler Bürgermeister freilich noch viele andere Projekte für das Jahr 2019 anzuführen. Da sind zum einen Asphaltierungen im Bereich Osterstein anzuführen oder die Behebung des Nadelöhrs auf der Straße zwischen Wald und Roppen bei der Kapelle um 200.000 Euro. Oder auch die Erschließung der „Steige“ für den Wohnbau.


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