Auch Parteien kauften Daten bei Post ein

Die Post sammelt und verkauft Daten — nicht nur Adressen und Namen, sondern versucht auch, mittels Rechenmodellen einzuschätzen, welche Part...

Parteien nutzten die Datensammlung der Post, um Wahlwerbung an die Österreicher verteilen zu lassen.
© APA/Schneider

Die Post sammelt und verkauft Daten — nicht nur Adressen und Namen, sondern versucht auch, mittels Rechenmodellen einzuschätzen, welche Partei die Österreicher möglicherweise wählen. Das ist auch für die politischen Parteien im Wahlkampf interessant. Parteien wie die SPÖ, die ÖVP Niederösterreich, die Grünen in Salzburg und die Wiener NEOS nutzten diese Datensätze auch, berichtete das Ö1-Morgenjournal.

Die SPÖ hat demnach im vergangenen Nationalratswahlkampf Daten von Zielgruppen geleast und nicht gekauft. Die Datensätze seien nur für den angeforderten Zeitraum zur Verfügung gestanden und nicht in der eigenen Datenbank gespeichert worden, wurde eine SPÖ-Sprecherin zitiert. Es sei keine Auswahl getroffen, sondern ein Gesamtbestand geliehen worden.

Die ÖVP Niederösterreich habe anhand der Datensätze während des Nationalratswahlkampfs rund 30.000 Sendungen verschickt. Die Praxis habe sich aber nicht bewährt. Die Bundes-ÖVP kaufe keine Daten zu.

Die FPÖ erklärt, nicht auf solche Datenbanken zurückzugreifen, sondern auf soziale Medien zu setzen, um Zielgruppen zu erreichen.

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Die Grünen in Salzburg haben von der Post Wahlwerbung während des Landtagswahlkampfs an Erstwähler schicken lassen. Daten seien keine gekauft worden. Die Post habe zugesichert, die Erlaubnis der Wähler zu haben.

Die NEOS haben im Wahlkampf Telefonnummern gekauft und per SMS Wahlwerbung betrieben. Dafür wurden sie zu einer Strafe verdonnert. Seit dem habe man laut einer Sprecherin keine Datensätze mehr zugekauft.

Wie berichtet, untersucht die Datenschutzbehörde, ob der Datenhandel der Post geltendem Recht entspricht. (TT)


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