Italienische Regierung schließt Verstaatlichung von Carige nicht aus

Rom (APA) - Die italienische Regierung, die am Montag ein Maßnahmenpaket zur Rettung der angeschlagenen Banca Carige verabschiedet hat, schl...

Rom (APA) - Die italienische Regierung, die am Montag ein Maßnahmenpaket zur Rettung der angeschlagenen Banca Carige verabschiedet hat, schließt eine Verstaatlichung des Geldhauses nicht aus. Die Verstaatlichung sei „eine konkrete Möglichkeit“, sagte Staatssekretär Giancarlo Giorgetti laut Medienberichten am Mittwoch.

Falls nötig, kann das Geldhaus eine staatliche Finanzspritze zur vorsorglichen Rekapitalisierung der Bank beantragen. „Ob es zu einer Verstaatlichung kommt, werden wir in den nächsten Wochen sehen. Die vorsorgliche Rekapitalisierung hängt nicht nur von der Regierung, sondern auch von der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission ab“, so Giorgetti.

Mit ihrem Dekret vollzieht die Regierungskoalition der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der rechten Lega, die frühere Bankenrettungen scharf kritisiert hatte, eine Kehrtwende. 2017 hatte die Vorgängerregierung der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena mit einer vorsorglichen Rekapitalisierung unter die Arme gegriffen, nachdem sich das Geldhaus zu einem tiefgreifenden Umbau verpflichtet hatte. Die EU-Regeln erlauben einen solchen Schritt, wenn die Bank solvent ist. Voraussetzung ist, dass bei einer Abwicklung die Finanzstabilität bedroht wäre oder die Volkswirtschaft eines Mitgliedsstaats schwer gestört würde.

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