UN-Korruptionsjäger weisen Vorwürfe der Regierung Guatemalas zurück

Guatemala-Stadt (APA/dpa) - Die UN-Kommission gegen die Straflosigkeit (Cicig) weist den Vorwurf der Regierung Guatemalas zurück, bei ihrer ...

Guatemala-Stadt (APA/dpa) - Die UN-Kommission gegen die Straflosigkeit (Cicig) weist den Vorwurf der Regierung Guatemalas zurück, bei ihrer Arbeit gegen Gesetze verstoßen und ihre Kompetenzen überschritten zu haben. Das Mandat der Korruptionsjäger der UN in dem mittelamerikanischen Staat unterliege klaren Machtbeschränkungen und diese seien eingehalten worden, erklärte Cicig-Leiter Iván Velásquez Gómez am Freitag (Ortszeit).

In einem Brief an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, wies Velásquez auch die Anschuldigung zurück, dass Ermittlungen politisch motiviert gewesen seien. Die UN-Kommission werde ihre Arbeit fortsetzen, auch wenn das Cicig-Personal Guatemala verlassen müsse.

Nach monatelangem Streit hatte die Regierung des zentralamerikanischen Staats am Montag das eigentlich noch bis September gültige Mandat der UN-Kommission mit sofortiger Wirkung beendet. Präsident Jimmy Morales warf den Ermittlern vor, ihre Kompetenzen überschritten zu haben und erklärte sie zu einem Risiko für die öffentliche Sicherheit des Landes. Der guatemaltekische Verfassungsgerichtshof hat den Rauswurf der Korruptionsermittler am Mittwoch vorerst gestoppt.

Das Verhalten der guatemaltekischen Regierung stieß international auf Kritik. Die Cicig gilt als vorbildlich in der Bekämpfung der Korruption in Lateinamerika.

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