Zahl der Vermissten in Mexiko auf mehr als 40.000 gestiegen

Die meisten Vermisstenfälle gibt es im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas an der Grenze zu den USA. Vor allem junge Männer sind abgängig.

Die Zahl der Verschwundenen in Mexiko ist seit 2006 stark gestiegen.
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Mexiko-Stadt – Die Zahl der Vermissten in Mexiko ist erstmals auf mehr als 40.000 Menschen gestiegen. Im Register für Verschwundene seien derzeit 40.180 Menschen erfasst, teilte die mexikanische Kommission zur Suche von Vermissten am Donnerstag (Ortszeit) mit. Bisher waren die Behörden offiziell von rund 35.000 Vermissten ausgegangen. Bei den meisten Verschwundenen handelt es sich demnach um junge Männer.

Gleichzeitig gebe es 36.708 bisher nicht identifizierte Leichen in dem lateinamerikanischen Staat, sagte der Leiter der Kommission, Roberto Cabrera. Die Situation in Mexiko sei schrecklich, so Cabrera. Denn neben den vielen Verschwundenen hätten viele Tote nie eine Identität erhalten. Im vergangenen Jahr seien rund 400 Tote identifiziert worden, sagte Cabrera. Davon seien aber lediglich 20 zuvor als vermisst gemeldet gewesen.

Die meisten Vermisstenfälle gibt es im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas an der Grenze zu den USA. Die Zahl der Verschwundenen in Mexiko ist seit 2006 stark gestiegen. Hintergrund sind häufig Kämpfe zwischen verfeindeten Drogenkartellen. (APA/dpa)

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