Vucic bat Prishtina direkt um Zollaufhebung für Waren aus Serbien

Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Einen Tag nach dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Belgrad hat sich Serbiens Staats...

Belgrad/Prishtina (Pristina) (APA) - Einen Tag nach dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Belgrad hat sich Serbiens Staatschef Aleksandar Vucic öffentlich erstmals direkt an Prishtina gewandt. Er bitte Prishtina, die Zölle für Waren aus Serbien aufzuheben, sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz in der serbischen Hauptstadt.

Die kosovarische Regierung hatte am 21. November die Zölle für serbische und bosnische Waren drastisch erhöht. Vucic knüpfte daraufhin die Fortsetzung des Normalisierungsdialogs zwischen Belgrad und Prishtina an deren Aufhebung. Der vor Jahren von der EU initiierte Dialog liegt seit Monaten auf Eis.

Vucic appellierte auch an die Europäische Union, sich noch stärker für die Wiederaufhebung der Zölle seitens Pristhinas einzusetzen. „Ich bitte, dass ihre Forderungen, um nicht zu sagen Druck, noch klarer und bestimmter werden“, sagte er. Es sei sehr wichtig, nicht nur wegen der Kosovo-Serben, sondern auch wegen Belgrad, dass die beiden Regierungen miteinander reden.

Wenn es keinen Dialog gebe, bestehe immer die Gefahr, dass es zu schwerwiegenden und schlechteren Lösungen in der Zukunft komme, warnte Serbiens Präsident. Die Serben sollten jetzt nicht Muskeln zeigen, sondern nach Lösungen suchen. Auch müssten seine Landsleute verstehen, dass auch die Kosovo-Albaner ihre eigenen Interessen hätten. Man dürfe sich nicht so verhalten, als ob sie nicht existieren würden, meinte er.

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