Missbrauchsvorwürfe: Sony Music trennt sich von Sänger R. Kelly

Der Sänger R. Kelly verliert sein Plattenlabel. Eine TV-Dokumentation hatte alte Missbrauchsvowürfe wieder aufgegriffen.

Das Studio von R. Kelly in Chicago.
© imago stock&people

New York – Das zum Konzern Sony Music gehörende Label RCA soll seine Zusammenarbeit mit dem Sänger R. Kelly Medienberichten zufolge beendet haben. Das berichteten das Magazin Billboard und die New York Times unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Insider. Auf der RCA-Website tauchte R. Kelly am Freitag nicht mehr auf.

Gegen den 52-Jährigen waren in den vergangenen Wochen alte Missbrauchsvorwürfe wieder laut geworden, angestoßen durch die Dokumentation „Surviving R. Kelly“ beim TV-Sender Lifetime. Der Musiker hat bisher sämtliche Vorwürfe abgestritten und erklärt, Opfer einer Rufmord-Kampagne zu sein.

Sprecher von RCA, Sony und R. Kelly waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Website Variety berichtete, RCA wolle den Schritt nicht nach außen kommunizieren. So sollten offene Fragen „verantwortungsvoll“ geklärt und rechtliche Folgen vermieden werden.

Kelly hatte bei RCA seit 2012 vier Alben veröffentlicht, zuletzt das Weihnachts-Album „12 Nights of Christmas“ im Herbst 2016. Nach Informationen von „Variety“ müsste er dort laut seinem Vertrag eigentlich noch zwei Alben veröffentlichen.

Zuvor hatten Dutzende Demonstranten am Sitz von Sony Music in New York ein Ende der Zusammenarbeit mit Kelly gefordert. Eine entsprechende Petition unterzeichneten 217.000 Menschen. (APA/dpa)


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