Brasilien, Paraguay und Kolumbien erkennen Guaido an

Caracas/Davos (APA/dpa) - Brasilien, Paraguay und Kolumbien haben den venezolanischen Parlamentschef Juan Guaido als Übergangspräsidenten de...

Caracas/Davos (APA/dpa) - Brasilien, Paraguay und Kolumbien haben den venezolanischen Parlamentschef Juan Guaido als Übergangspräsidenten des südamerikanischen Landes anerkannt. Brasilien unterstütze einen Übergang politisch und wirtschaftlich, damit in Venezuela wieder Frieden und Demokratie einkehre, schrieb Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Mittwoch auf Twitter.

Auch Paraguays Regierungschef Marito Abdo erklärte in einem Tweet, Guaido als Übergangspräsidenten anzuerkennen. Das Land könne mit der Unterstützung Paraguays rechnen, schrieb Abdo.

„Kolumbien erkennt Juan Guaido als Präsidenten von Venezuela an und begleitet diesen Weg zurück zur Demokratie, damit sich das venezolanische Volk von der Diktatur befreien kann“, lautete die Stellungnahme des kolumbianischen Präsidenten Ivan Duque am Mittwoch am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos.

Bei einer Kundgebung in Caracas hatte sich Guaido zuvor zum Interims-Präsidenten erklärt und Staatschef Nicolas Maduro damit offen herausgefordert. Der sozialistische Präsident wirft dem Nachbarland Kolumbien immer wieder vor, gegen seine Regierung zu konspirieren. Kolumbien bekommt die schwere politische und wirtschaftliche Krise in Venezuela besonders heftig zu spüren: Rund eine Million Venezolaner sind bereits vor Elend und Unterdrückung in ihrer Heimat in das Nachbarland geflohen.

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