Bezirk Landeck

Blochziehen: Immer Ärger mit dem Schwoaftuifl

Der Schwoaftuifl stemmte sich gegen den Bloch ...
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Nach vier Jahren Pause zelebrierte die kleine Gemeinde Tobadill gestern wieder ihr Blochziehen. Rund 1000 Besucher verfolgten das Spektakel.

Von Matthias Reichle

Tobadill –Er drückte den Musikanten die Hüte ins Gesicht, traktierte die Besucher, stemmte sich mit aller Kraft gegen den Bloch und fällte sogar einen kleinen Baum quer über die Straße, um den Fasnachtszug aufzuhalten: Der Schwoaftuifl hatte es wieder faustdick hinter den Ohren. Dem rituellen Ablauf des Blochziehens folgend macht er alles, um die Fasnachtler zu bremsen.

... und ärgerte Musikanten.
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Am Ende gelang es ihm nicht. Der Tross der Tobadiller Fasnacht, der gestern nach altem Brauch einen Lärchenbloch durch den Ort zog, kam gut ans Ziel. Und das war gar nicht so einfach. Die gewaltige 210 Jahre alte Lärche, die heuer der Hauptakteur des Spektakels war, maß ganze 40,13 Meter. Zwei Gelenke waren in den gewaltigen Stamm mit einem Meter Stockmaß eingebaut worden, damit dieser auf der engen, kurvenreichen Strecke vom Tobadiller Ortsteil Anderlen zum Gemeindehaus nicht stecken blieb.

Der Bajazzl macht die Dächer unsicher und bewirft die Zuschauer mit Schnee.
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Und trotzdem kamen die Holzer, die den mächtigen Stamm schoben, mächtig ins Schwitzen. Zum Schluss wurde der Bär, neben dem Schwoaf­tuifl der zweite Widersacher, von den Jägern vorgespannt und zum Ziehen verdonnert.

Der Gigeler ist ein Fruchtbarkeitssymbol und bespringt während des Blochziehens junge Frauen.
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Jungbauernobmann Fabian Wolf, Chef des Organisationskomitees, war mit dem Ablauf zufrieden. Rund 1000 Besucher waren zum Blochziehen gekommen – „mehr als beim letzten Mal“.

Ein Versuch von einem Trupp Paznauner, während der Wache in der Nacht auf Sonntag den Baum anzuschneiden, konnte verhindert werden, berichtete er. „Sie sind um 4 Uhr Früh mit dem Auto gekommen.“ Als sie die 16-köpfige Wachmannschaft sahen, hätten sie sich nicht mehr getraut, schmunzelt er.

Von Bürgermeister Martin Auer wurde der Bloch mit seinen 5,5 Festmetern gemeinsam mit 7,5 Festmetern Fichte und Brennholz versteigert. 4100 Euro wurden dafür bezahlt.

Würdevoll waren die vier Schallner.
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Wilde Gesellen.
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