Debatte um Abmeldungen vom Religionsunterricht: Ethik kein Ersatz

NEOS-Vorstoß findet bei VP, SP und FP keinen Anklang. Religionspädagoge ortet hinter hohen Abmeldezahlen islamischer Schüler indes vielfältige Gründe.

Unter islamischen Schülern sind die Abmeldezahlen vom Religionsunterricht hoch.
© dpa

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –4814 Pflichtschülerinnen und Schüler haben sich im heurigen Schuljahr vom konfessionellen Religionsunterricht in Tirol befreien lassen. Wie berichtet, betrifft mit 2650 Fällen bereits mehr als jede zweite Abmeldung ein Kind mit islamischem Glauben. Zekirija Sejdini führt das auf gleich mehrere Ursachen zurück. Er leitet an der Uni Innsbruck das Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik. Aus seiner früheren Tätigkeit als Fachinspektor für den islamischen Religionsunterricht wisse er, dass oft schulorganisatorische Gründe eine zentrale Rolle für Abmeldungen spielen würden. Kriterien seien hier, ob der Unterricht am Vor- oder Nachmittag bzw. ob selbiger an der eigenen Schule überhaupt angeboten wird.

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