Rubens-Zeichnung bei Sotheby‘s für 8,2 Millionen Dollar versteigert

Zur Versteigerung angeboten wurde die Zeichnung von Prinzessin Christina, einer Tante des niederländischen Königs Willem-Alexander.

Die Zeichnung wurde von Sotheby's als Schlüsselwerk in Rubens' Schaffen angepriesen.
© AFP

New York – Bei einer umstrittenen Auktion in New York hat eine Zeichnung des niederländischen Barockmalers Peter Paul Rubens für gut acht Millionen Dollar den Besitzer gewechselt. Das Endgebot eines anonymen Bieters für „Aktstudie eines jungen Mannes mit erhobenen Armen“ belief sich am Mittwoch auf 8,2 Millionen Dollar (7,17 Millionen Euro), wie Sotheby‘s mitteilte.

Das Auktionshaus hatte lediglich mit einem Preis zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Dollar gerechnet. Die Zeichnung wurde von Sotheby‘s als Schlüsselwerk in Rubens‘ Schaffen angepriesen. Der Maler fertigte sie in Vorbereitung seines berühmten Triptychons „Die Aufrichtung des Kreuzes“ von 1610 an. In den vergangenen 50 Jahren kamen nur eine Handvoll Rubens-Zeichnungen von einem derart hohen Stellenwert auf den Markt.

Zur Versteigerung angeboten wurde die Zeichnung von Prinzessin Christina, einer Tante des niederländischen Königs Willem-Alexander. In den vergangenen Wochen hatten niederländische Museen kritisiert, dass die Adelige die Rubens-Zeichnung nicht zuerst ihnen zum Verkauf angeboten hatte, um sie als Teil des kulturellen Erbes der Niederlande zu erhalten.

Mitglieder der an der Regierungskoalition beteiligten Partei D66 übten ebenfalls Kritik an der Versteigerung. Kulturministerin Ingrid van Engelshoven erklärte jedoch, die Entscheidung über den Verkauf eines Kunstwerks liege allein bei dessen Eigentümer. Auch Regierungschef Mark Rutte sprach von einer „Privatangelegenheit“. Sotheby‘s-Vertreter Greg Rubenstein hob hervor, dass es sich nicht um ein Werk aus der königlichen Sammlung handle, sondern um den Privatbesitz einer Einzelperson. (APA/AFP)

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