Eine Rückkehr in Starbesetzung

Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ feiert ein Comeback an der Staatsoper.

Olga Peretyatko als "Lucia" während einer Fotoprobe von "Lucia di Lammermoor".
© WIENER STAATSOPER

Wien –Wahnsinn, Sex, Tod: Es gibt wohl nur wenig dramatischere Opern als Gaetan­o Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Am Samstag kehrt das Werk nach sechseinhalb Jahren Abstinenz in die Wiener Staatsoper zurück. Die schicksalgebeutelte Titelheldin wird von der Sopranistin Olga Peretyatko dargeboten, ihr zur Seite steht – als nicht weniger unglücklicher „Edgardo“ – Juan Diego Florez.

Regisseur Laurent Pelly hat die Oper rund um eine unglückliche Liebe, die in Tod und Raserei endet, gemeinsam mit Bühnenbildnerin Chantal Thomas sehr dunkel angelegt. „Es ist wie in einem Horrorfilm“, sagt Peretyatko.

Tatsächlich wurde die nebelverhangene Produktion auch von Jean Epsteins 1928 herausgekommenem Grusel-Stummfilm „Fall of the House of Usher“ inspiriert. „Sex, Gewalt, Geld, Macht, Wahnsinn – es ist wie im echten Leben“, so die Sängerin.

Für die Titelpartie gelang der Staatsoper mit Peretyatko, die mit der Rolle im Haus am Ring debütiert, ein Glücksgriff. Ihre bisher vier Auftritte als „Lucia“, wie etwa an der New Yorker Met, waren allesamt hochgelobt, besonders hatte es Publikum und Kritik ihr Wahnsinn angetan.

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„Es macht einfach Spaß. Und es ist genau das, was die Leute auf der Bühne sehen wollen. Es ist wie Lady Gaga“, sagt die Sopranistin. Dirigent und Belcanto-Spezialist Evelino Pido hat sogar die Kadenz der weltberühmt­e „Wahnsinns-Arie“ extra für die Stimme der Starsopranistin neu verfasst. Begleitet wird sie dabei übrigens, so wie von Donizetti ursprünglich auch gewollt, nicht von einer Flöt­e, sondern von einer Glas­harmonika.

Die TT wird von der Premiere (auch live in Ö1 zu hören) berichten. ORF 2 überträgt die Oper einige Tage später am Freitag, den 15. Februar, um 21.10 Uhr. (APA, TT)


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