Familienforscher: „Mehrere verkürzte Ferien wären besser“

In Österreich gibt es weniger Mehrkindfamilien, trotzdem erleben viele Familien die Schule als Stressfaktor. Das zeigt eine Studie. Politik und Wirtschaft müssten nicht nur bei den Ferien familienfreundlicher sein, sagt Familienforscher Wolfgang Mazal.

Das erste Halbjahr ist geschafft, jetzt geht’s mal ab in die Semesterferien und damit für viele Kinder auf die Piste. Foto: iStock
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Innsbruck — Die Semesterferien stehen vor der Tür. Und damit viele Familien vor der Entscheidung: Wohin geht es im Herbst? In eine NMS, in ein Gymnasium? Und im Falle aller Viertklässler einer NMS: (berufsbildende) höhere Schule oder Lehre? In der Mehrzahl der Familien erfolgt die Wahl oft sehr unreflektiert. Zumindest kommt eine Studie des Instituts für Familienforschung zu diesem Ergebnis. Zwei Jahre lang wurden 21 Fälle analysiert. Fazit: In vielen Fällen spielt der soziale Druck aus der Umgebung und eine vorgefasste Meinung bei der Entscheidung eine höhere Rolle als das Talent des Kindes. Insgesamt sei die Schule ein großes Thema und emotional gesehen ein schwerer Brocken im Alltagsleben vieler Familien, erklärt Wolfgang Mazal vom Institut für Familienforschung.

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