Für die Einheimischen: Blindsee bekommt Videomaut
Ab heuer öffnet sich der Schranken gratis für Biberwierer, Ehrwalder und Lermooser.
Biberwier –In Bezug auf den geplanten Scheiteltunnel wird derzeit auch über eine Maut für die Fernpassstrecke diskutiert. Dabei gibt es am Fernpass bereits eine mautpflichtige Straße – allerdings nur den engen und kurvigen Privatweg von der B179 über das Gebiet der Gemeindeguts-Agrargemeinschaft hinunter zum Blindsee, der zum Lermooser Hotel Mohr Life Resort gehört. 2015 wurde mit einer Schrankenanlage ein Dosiersystem für die vorhandenen Parkplätze eingeführt – vier Euro in Münzen muss man einwerfen, um per Auto oder Motorrad zum Seeufer zu gelangen. Das beschloss die Gemeinde, zumal die Agrar Wegerhalter ist.
Noch ist der Blindseeweg wegen der hohen Schneewände nicht passierbar. Ab diesem Sommer gibt es jedoch Änderungen im Schrankensystem, kündigt der Substanzverwalter der Agrar Biberwier, GR Josl Schönherr, auf Nachfrage der TT an. Denn neben dem Münzeinwurf wird es ab heuer zusätzlich eine Videomaut geben: Eine Kamera erkennt die dann freigeschalteten Autokennzeichen von Berechtigten und öffnet automatisch den Schranken.
Für die Biberwierer war die Maut schon in den vergangenen Jahren frei. Neu ist ab heuer, dass auch wieder die Ehrwalder und Lermooser freien Zugang zum See erhalten werden. „Damit ist die Diskussion vom Tisch“, so Schönherr. Immerhin hatten die Gemeinden Ehrwald und Lermoos zuletzt immer wieder darauf gedrängt, dass ihre Bürger wieder diesen althergebrachten freien Zugang zu dem beliebten Badegewässer erhalten.
Doch ganz kostenlos wird es für die Seebesucher aus den beiden Nachbargemeinden nicht werden: „Es wird eine Bearbeitungsgebühr von etwa 20 Euro eingehoben“, betont der Substanzverwalter, dass die genaue Höhe noch nicht fixiert sei. Die Installierung der erforderlichen Kamera kostet die Gemeinde Biberwier rund 5000 Euro. Die Software für das Programm bedeutet weitere monatliche Kosten von knapp 100 Euro, argumentiert Schönherr diesen Unkostenbeitrag. Registrieren müssen sich die Berechtigten dann bei der Gemeinde Biberwier.
Den Biberwierern selbst bleibt diese Bearbeitungsgebühr erspart. (pascal)
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