SPÖ und Liste Fritz rügen Tirol Kliniken

Dass im Landeskrankenhaus Hall aus Budgetgründen Nachbesetzungen derzeit erst bis zu vier Monate zeitverzögert erfolgen, sorgt für heftige D...

Blick auf das Haus 10 des LKH Hall. (Archivbild)
© TT/Domanig

Dass im Landeskrankenhaus Hall aus Budgetgründen Nachbesetzungen derzeit erst bis zu vier Monate zeitverzögert erfolgen, sorgt für heftige Diskussionen. Der Vorstand der Landesholding Tirol Kliniken, Stefan Deflorian, spricht von Budgetentscheidungen mit Augenmaß. Entgegen der geäußerten Kritik würden die Kriterien bestmögliche Patientenversorgung, hohe Mitarbeiterzufriedenheit und die Gesundheit der Belegschaft höchste Priorität bei allen Managemententscheidungen des LKH Hall genießen. „Außerdem sind zuerst alle alternativen Maßnahmen ausgeschöpft worden, bevor Anpassungen im personellen Bereich vorgenommen wurden.“ Die gesetzten Maßnahmen werden laut Deflorian so lange aufrechtbleiben, „wie es notwendig ist, um die Einhaltung des Budgets 2019 sicherzustellen“.

Kritik kommt hingegen von SPÖ und Liste Fritz: „Das ist nicht der richtige Weg, wir unterstützen den Protest der Betriebsräte. Sparen beim Personal ist ein absolutes No-Go. Mit der SPÖ wird sich das nicht spielen“, sagt SPÖ-Chef Georg Dornauer. Gefordert seien vielmehr strukturelle Maßnahmen: „In der Organisationsstruktur zu sparen, ist immer herausfordernd, wird sich aber auf lange Sicht eher auszahlen als kurzfristige Einschnitte beim Personal.“

Für Liste-Fritz-Klubchefin Andrea Haselwanter-Schneider ist es ein verheerendes Signal, „wenn das Landeskrankenhaus Hall Stellen verzögert nachbesetzt, um Kosten einzusparen“. Stattdessen sollten LR Bernhard Tilg (VP) und die Krankenhausleitung in Hall alles daran setzen, ander­e Einsparungspotenziale auszuschöpfen. Der prognostizierte Betriebsabgang bei den Tirol Kliniken von knapp 99 Millionen Euro für 2019 sollte alle Alarmglocken schrillen lassen.

Kein Verständnis hat der ehemalige Chef und heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Adler-Lacke in Schwaz, Günther Berghofer, für die Anti-Transitforderungen der Tiroler Arbeiterkammer. So entbehre die Forderung von AK-Präsident Erwin Zangerl, das Nachtfahrverbot um drei Stunden bis 8.00 Uhr zu verlängern, jeglicher wirtschaftlicher Realisierbarkeit. Und der Vorschlag, das Tempo für Lkw von 80 auf 70 km/h zu drosseln, würde zusätzliche Staus provozieren und den Schadstoffausstoß durch das Tempolimit verdichten. (pn)

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