Abgang von Tiroler Bründl reißt Lücke bei Intersport
26 Standorte des Unternehmens Bründl fallen aus dem Intersport-Verbund. Neue Shops sollen kommen.
Wien, Wels –Der österreichische Sporthandel ist derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Händler-Verbänden Intersport und Sport2000, bei dem der erstgenannte heimische Marktführer zum Beginn des Geschäftsjahres einen Rückschlag hat einstecken müssen. Die in Kaprun gegründete Bründl-Gruppe und Intersport gehen künftig getrennte Wege, dadurch fallen 26 Filialen im Westen Österreichs aus dem Intersport-Verbund. „Der Bründl-Abgang wird erstmals eine Lücke reißen“, sagte Intersport-Österreich-Chef Thorsten Schmitz bei einem Pressegespräch in Wien.
2017/18 setzte Bründl mit 550 Beschäftigten knapp 70 Mio. Euro netto um. In Tirol betreibt Bründl vier Shops in Mayrhofen, drei in Ischgl und zwei in Fügen. Zu den Gründen des Abgangs sagte der Intersport-Chef nur so viel: „Wir sind in einem positiven Austausch. Es gibt keinen Zwist oder Streit.“ Von seinem Gebührenmodell will Intersport jedenfalls nicht abrücken. „Leistung muss etwas kosten. Es ist sicher ambitioniert, das alles selbst zu machen“, sagte Schmitz.
Den Fall Bründl nehme man bei Intersport „sehr ernst“. Schmitz geht dennoch nicht davon aus, dass noch weitere Händler den Verbund verlassen. Die Lücke will Intersport schließen, indem neue selbstständige Händler gewonnen werden. Man habe Sports-Direct-Standorte und mögliche neue Standorte in den Landeshauptstädten im Visier.
Intersport ist mit über 280 Standorten in Österreich vertreten und beschäftigt rund 3600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Sporthandelskette hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 aufgrund zahlreicher Neueröffnungen und hoher Steigerungsraten in den Bereichen Ski, Rad sowie Outdoor den Österreich-Umsatz im Jahresabstand um acht Prozent auf 580 Mio. Euro gesteigert. Auch heuer will Intersport im hohen einstelligen Bereich wachsen. (ecke, APA)
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