Parksünder werden in Reutte kräftig zur Kassa gebeten

Seit 1. Jänner gilt in der Reuttener Kurzparkzone eine neue Verordnung. Wer diese missachtet, muss statt bisher 14 Euro jetzt 25 Euro Strafe zahlen.

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Parkticket lösen und die Uhrzeit nicht aus den Augen verlieren – sonst wird’s teuer.
© Tschol

Von Simone Tschol

Reutte –Wer sein Auto in der Kurzparkzone der Marktgemeinde Reutte abstellt und die 30-minütige Freiparkzeit überzieht, die am Parkschein ausgewiesene Maximaldauer überschreitet oder erst gar keinen Parkschein löst – und dabei erwischt wird –, muss tief in die Tasche greifen.

Statt bislang 14 Euro Bußgeld sind seit 1. Jänner nämlich satte 25 Euro fällig. Eine Tatsache, der einige Parksünder bereits ins Auge blicken mussten. Entsprechend groß ist der Ärger. Das kann auch Sebastian Weirather, Amtsleiter der Marktgemeinde Reutte, bestätigen. Auf der Gemeinde seien schon einige Beschwerden eingegangen. Diese gingen jedoch ins Leere, wie Weirather erklärt: „Wir als Gemeinde können das nicht beeinflussen. Die Gemeinde kann die Parkraumbewirtschaftung erheben und erlassen, die Höhe der Strafgelder wird jedoch vom Land Tirol in der so genannten Organstraf- und Anonymverfügungsverordnung festgelegt. Wir haben lediglich die Information darüber bekommen und können dies nur zur Kenntnis nehmen.“

Dass das Land die Strafgelder mit einem Mal um 78,57 Prozent angehoben hat, bezeichnet aber auch Weirather als „ordentlichen Sprung“.

Im Zentrum der Marktgemeinde Reutte sind rund 290 Stellplätze in der Kurzparkzone erfasst und entsprechend gekennzeichnet. Zwei Personen kontrollieren die Einhaltung der Parkzeiten.

Die Gebührenpflicht in der Kurzparkzone gilt von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, Samstag von 8 bis 12 Uhr. Sonn- und Feiertage sind gebührenfrei. Tarife: 30 Minuten sind kostenfrei, 60 Minuten kosten 1,50 Euro. Für je weitere 20 Minuten sind 0,50 Euro fällig. Die Maximalparkdauer beträgt 180 Minuten und kostet 4,50 Euro.


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