Salzburg mit 2:1 in Wr. Neustadt, Rapid feiert 5:2 gegen Hartberg

Szoboszlai und Dabbur schossen die Salzburger ins Halbfinale und sorgten für eine geglückte Generalprobe für das Brügge-Rückspiel. Rapid durfte sich über einen klaren Erfolg gegen Hartberg freuen.

Marin Pongracic (l./FC Red Bull Salzburg) und hatte gegen Johannes Tartarotti (Wr. Neustadt) das bessere Ende für sich.
© APA

Wr. Neustadt – Fußball-Meister Red Bull Salzburg hat seine Pflicht im ÖFB-Cup erfüllt. Die Salzburger zogen am Sonntag mit einem glanzlosen 2:1-(0:0)-Sieg beim Zweitligisten SC Wiener Neustadt ins Halbfinale ein.

Den Bullen gelang damit die Generalprobe für das Sechzehntelfinal-Rückspiel der Europa League am Donnerstag zu Hause gegen Club Brügge. Die Tore erzielten Dominik Szoboszlai (48.) und Munas Dabbur (55./Elfer). Der Anschlusstreffer von Stefan Hager (89.) kam für die Wiener Neustädter zu spät.

Fünf Änderungen nach Brügge-Niederlage

Salzburg-Trainer Marco Rose wollte einigen Stammkräften nach der Winterpause weitere Spielpraxis geben. In der Startformation nahm er nach der ersten Pflichtspielniederlage der Saison in Brügge (1:2) fünf Änderungen vor. Neben Szoboszlai rückten auch Jerome Onguene, Takumi Minamino und Smail Prevljak ins Team. Dazu hütete Cican Stankovic statt dem bisher im Cup und Europacup eingesetzten Alexander Walke das Tor.

Die Salzburger diktierten von Beginn an das Spielgeschehen, 100-prozentige Torchancen erspielten sie sich vor der Pause aber noch nicht. Das Kombinationsspiel lief in der ersten Hälfte noch nicht richtig. Prevljak prüfte mit einem ersten Schuss Wiener-Neustadt-Torhüter Domenik Schierl (3.), wenig später schoss Minamino knapp neben das Tor (5.). Ein Prevljak-Kopfball fiel zu zentral aus (23.), ein Szoboszlai-Schuss ging daneben (37.). Auf der Gegenseite strahlten nur ein Fernschuss von Alexander Siebeck (30.) und ein Kopfball von Filip Faletar (45.) so etwas wie Gefahr aus.

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Nach Seitenwechsel brach Szoboszlai den Bann. Der Ungar kam im Strafraum etwas glücklich zum Abschluss, nachdem der Ball von Dabbur zu ihm gesprungen war. Es war das zweite Cuptor der 18-jährigen Mittelfeldhoffnung. Dabbur legte wenig später vom Elfmeterpunkt nach, nachdem Hager Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer zu Fall gebracht hatte.

Debüt für Haaland

Salzburg verwaltete das Ergebnis. Brenzlig wurde es nur noch bei einem Volley von Minamino (78.). Dafür kam Erling Haaland zu seinem Pflichtspiel-Debüt für die Bullen. Das im Winter zum Team gestoßene norwegische Stürmertalent wurde in der 71. Minute für Dabbur eingewechselt. Im Finish kassierten die Salzburger noch den ersten Gegentreffer der Cupsaison: Innenverteidiger Hager traf nach einem Corner mit einem sehenswerten Volley aus über 20 Metern unter die Latte.

Die Salzburger zogen dennoch zum achten Mal in Serie ins Cup-Halbfinale ein. In den vergangenen fünf Jahren hatten sie jeweils das Endspiel erreicht. Nach vier Cup-Titeln in Serie unterlagen die Bullen dort im Vorjahr Sturm Graz.

Rapid wieder im Halbfinale

Rapid hat zum dritten Mal hintereinander das Halbfinale im ÖFB-Cup erreicht. Die Wiener setzten sich am Sonntag im Duell zweier Bundesligisten zuhause gegen Hartberg locker mit 5:2 (1:0) durch. Dank Doppelpacks von Thomas Murg (42., 91.) und Andrija Pavlovic (49., 74.) und einem Tor von Maximilian Hofmann (52.) schmiss Grün-Weiß bereits den dritten Bundesligisten aus dem laufenden Bewerb.

Hartberg, das im Herbst einen sensationellen 3:0-Heimerfolg gegen Rapid in der Liga gefeiert hatte, war vor 12.700 Zuschauern in Wien von einer neuerlichen Überraschung weit entfernt. Ein Eigentor von Rapids Manuel Martic (69.) und ein Treffer von Siegfried Rasswalder (87.) blieben letztlich Makulatur.

Rapid tritt offensiver auf

Drei Tage nach der 0:1-Heimniederlage in der Europa League gegen Inter Mailand entschied sich Dietmar Kühbauer für eine wesentlich offensivere Aufstellung. Der Rapid-Trainer nahm sechs Wechsel vor und tauschte die gesamte Offensive aus. Hinter Stoßstürmer Pavlovic liefen Murg, Christoph Knasmüllner und Schobesberger auf. Bei Stürmer-Neuverpflichtung Aliou Badji fehlt noch die Spielgenehmigung.

Auch ohne die Sturm-Hoffnung dominierte Rapid wie bereits vermutet die Anfangsphase. Die erste Großchance fand Schobesberger aber erst nach einer halben Stunde vor, nach Murg-Stanglpass blieb der Fersler beim Versuch. Die Gastgeber wurden aber drängender: Hartberg-Goalie Rene Swete parierte Abschlüsse von der Strafraumgrenze von Murg (33.) und Schobesberger (34.).

Hartberg igelte sich nicht ein. Die Strafraumszenen der Steirer, die ohne ihre stabilisierende Stamm-Mittelfeldzentrale aus dem Herbst sowie die verletzte Liefering-Leihgabe Mohamed Camara auskommen mussten, endete aber zumeist vor der Gefahrenzone. Drei Minuten vor der Pause verlängerte Pavlovic einen Pass von Stephan Auer in den Lauf von Murg, der den Ball problemlos an Swete vorbeischob (43.). Rapids Führung hatte sich abgezeichnet.

Vorentscheidung kurz nach Seitenwechsel

Die Vorentscheidung sollte früh in Hälfte zwei fallen. Hartberg-Verteidiger Michael Blauensteiner servierte Pavlovic an der Strafraumgrenze den Ball, der Serbe traf nach Doppelpass mit Schobesberger aus kurzer Distanz zum 2:0 (49.). Drei Minuten später machte der aufgerückte Hofmann nach Murg-Flanke den Deckel drauf (52.). Hartberg-Kapitän Rasswalder blieb im Luftduell zweiter Sieger.

Schobesberger (61./Lupfer) und Stefan Schwab (66.) ließen noch Chancen auf das vierte Rapid-Tor aus, das Pavlovic nach Martic‘ Eigentor per Kopf gelang. Der Serbe hat damit alle seine bisherigen vier Tore im Cup erzielt. Rasswalder bezwang einen chancenlosen Richard Strebinger dank sorgenfreier Defensive noch zum 2:4 (87.), ehe Murg sehenswert zum Endstand traf (91.).

Der ungefährdete Aufstieg lässt Grün-Weiß wohl positiver Richtung Liga-Auftakt gegen Meister Salzburg am kommenden Sonntag schielen. Noch zuvor wartet das Rückspiel gegen Inter in Mailand. (APA)

Auslosung ÖFB-Cup-Halbfinale

GAK – Red Bull Salzburg

LASK Linz – SK Rapid Wien


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