Blutauffrischung im Ferdinandeum

Die Nachfolge Günther Dankls als Kustos am Tiroler Landesmuseum ist entschieden. Die von Dankl bisher in Personalunion betreuten Fachgebiete...

Ina Dinter wechselt vom „Hamburger Bahnhof“ ins Ferdinandeum ... !Foto: Fotohinweis

Die Nachfolge Günther Dankls als Kustos am Tiroler Landesmuseum ist entschieden. Die von Dankl bisher in Personalunion betreuten Fachgebiete „Grafische Sammlung" und „Moderne Kunst" bekommen künftig je einen Kustos. Beide wechseln von renommierten deutschen Museen nach Tirol. Ralf Bormann vom Städel Museum in Frankfurt wird ab April für die Grafik zuständig sein. Bormanns deutsche Landsfrau Ina Dinter, bisher Mitarbeiterin am Museum „Hamburger Bahnhof" in Berlin, wird sich ab Juni im Ferdinandeum um die Kunst des 20./21. Jahrhunderts kümmern.

Kulturlandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) bestätigt auf Anfrage der TT die Kür der beiden Kustoden. „Mir war es wichtig, dass die grafische Sammlung durch einen eigenen Kustos aufgewertet wird", sagt die Politikerin. Für die beiden europaweit ausgeschriebenen Stellen gab es jeweils mehr als 20 BewerberInnen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Italien. „Die beiden neuen Kustoden wurden von der Jury einstimmig ausgewählt", betont Palfrader. Der Jury gehörten neben Noch-Museumsdirektor Wolfgang Meighörner und seinem designierten Nachfolger Peter Assmann auch Benedikt Erhard und Melanie Wiener von Seiten des Landes sowie Barbara Psenner und Franz Pegger als Vertreter des Vereins Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum an.

Schwer enttäuscht davon, dass keiner der Bewerber aus Tirol zum Zug gekommen ist, ist Günther Moschig. Der promovierte Kunsthistoriker hatte sich selbst angesichts seiner großen Erfahrung als Ausstellungsmacher große Chancen ausgerechnet. (mark, schlo)

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