Eisschnelllauf: Herzog um Österreichs erste Sprint-WM-Medaille

Heerenveen (APA) - Zwei Wochen nach ihrer Medaillen-Premiere bei Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften geht es für Vanessa Herzog am Wochenende...

Heerenveen (APA) - Zwei Wochen nach ihrer Medaillen-Premiere bei Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften geht es für Vanessa Herzog am Wochenende um ihren nächsten WM-Podestplatz. Gold und Silber bei den Einzelstrecken-Titelkämpfen in Inzell möchte die Tirolerin in Heerenveen bei den Sprint-Weltmeisterschaften zumindest Bronze folgen lassen. Aber selbst die Chance auf Gold scheint für die 23-Jährige gegeben.

Dafür spricht ihre weiter aktuelle Topform. Nach drei Tagen daheim hat sie den Schwung in die Niederlande mitgenommen, wo sie sich seit Donnerstag vergangener Woche auf ihren letzten absoluten Saisonhöhepunkt vorbereitet.“Ich fühle mich super, bin gesund und die Form passt“, richtete Herzog aus dem Thialf-Eisstadion aus. Sie startet im Bewusstsein, in Inzell die beste kombinierte 500/1.000-m-Zeit erzielt zu haben.

Nun sind aber beide Strecken je zweimal zu laufen, und das zum bereits 50. Mal. Die Jubiläums-Weltmeisterschaften wären eine perfekte Bühne für die überhaupt erste österreichische Sprint-WM-Medaille. Herzog befindet sich im Kreis der drei ersten Medaillenanwärterinnen, die anderen beiden sind die Japanerin Nao Kodaira und die US-Amerikanerin Brittany Bowe. Kodairas über 37 Rennen gegangene 500-m-Siegesserie wurde von Herzog in Inzell gestoppt, Bowe ist über 1.000 m stärker.

Von daher bringt jede aus dem Trio einen Pluspunkt in den Bewerb mit. „Nao hat den schnellsten Start, ich die beste Runde und Brittany ist am stärksten nach 600 Meter“, erklärte die Innsbruckerin. „Von dem her ist es ein offener Schlagabtausch.“ Herzog ist optimistisch, dass sie wie in Inzell gute 1.000er laufen kann. „Wenn der 1.000er in diesem Winter nicht so funktioniert hat, war ich meistens krank. Daher bin ich schon zuversichtlich, dass beide Strecken funktionieren.“

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die Schwierigkeit sei, vier gute Rennen zu bringen. Herzog hat einen Plan: „Wenn ich gut sein will, heißt es auf 500 m Vollgas“, sagte sie der APA - Austria Presse Agentur. „Wenn ich eine halbe Sekunde heraushole, ist das für den 1.000er eine Sekunde Vorsprung. Das muss man erst aufholen.“ Die Konzentration gelte vorerst nur Tag eins, nicht dem gesamten Wettkampf. Sie habe zuletzt wert auf kurze, spritzige Einheiten, Radfahren und Krafttraining sowie auf die Technik gelegt.

Wichtig sei die Regeneration, denn die zwischen den Läufen verbleibende Zeit im 28er-Feld ist kurz. Los geht es an beiden Tagen um 15.00 Uhr mit den 500-m-Läufen der Damen, die 1.000er folgen um 16.20 Uhr. Die Konkurrenzen der Herren sind für 15.40 und 17.07 Uhr angesetzt, es ist kein Österreicher dabei. Alle vier Rennen Herzogs werden in ORF Sport + übertragen. Danach wird Herzog erneut drei Tage daheim verbringen, ehe es zum Weltcup-Finale nach Salt Lake City gehen wird.


Kommentieren