Eisschnelllauf: Hunyady traut Herzog 25 Jahre danach Sprint-Gold zu

Heerenveen (APA) - Bei einer möglicherweise für den österreichischen Eisschnelllauf historischen Leistung möchte Emese Hunyady live dabei se...

Heerenveen (APA) - Bei einer möglicherweise für den österreichischen Eisschnelllauf historischen Leistung möchte Emese Hunyady live dabei sein. Daher flog die „Eisgräfin“ am (heutigen) Freitag nach Heerenveen, um dort am Wochenende ihrer Landsfrau Vanessa Herzog die Daumen zu halten. Für die Tirolerin geht es um Österreichs erste Sprint-WM-Medaille, und das rund um den 25. Jahrestag des Olympia-Siegs von Hunyady.

Am Donnerstag wurde der 1.500-m-Titelgewinn der gebürtigen Ungarin von den Lillehammer-Spielen 1994 ein Vierteljahrhundert alt, Hunyady war sich dieses Jubiläums im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur durchaus bewusst. „Fans erinnern mich daran. Das ist schön, es war ein historischer Moment. Das ist österreichische Sportgeschichte. Für mich ist es ein Meilenstein, aber auch für den österreichischen Sport. Auf das bin ich stolz.“

Ihr in der Halle von Hamar errungenes Gold ist das nach wie vor einzige bei Olympia in Österreichs Eisschnelllauf-Geschichte. „Aber hoffentlich bleibt es nicht so“, meinte Hunyady in Richtung Herzog. In drei Jahren bei den Spielen in Peking wird die Wahl-Kärntnerin die Chance haben, ebenfalls bei Spielen ganz oben auf dem Podest zu stehen. Hunyady schätzt an Herzog primär deren mentale Stärke: „Das hat sie auch in Inzell (Einzelstrecken-WM, Anm.) bewiesen. Was zählt, ist der Kopf.“

In den Bereichen Kondition und Eislaufen trenne die Spitzenathletinnen mittlerweile nicht viel, der Kopf könnte da umso mehr den Unterschied ausmachen. Hunyady: „Vanessa ist auch unglaublich stark vom Körperbau her. Und sie ist einen Kopf größer als die anderen. Und natürlich hat sie Talent.“ Für die Sprint-WM prognostizierte die noch bis 4. März 52-Jährige ein Top-Zwei-Ergebnis. „Sie kann das gewinnen, wird schlechtestenfalls Zweite. Im Sprint gibt es keine Überraschungen.“s

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