Klangforum Wien wirft die „Happiness Machine“ an

Wien (APA) - Gemeinwohl-Ökonomie, Animationsfilm und Musik - ob und wie das zusammengeht, lässt sich am kommenden Montag im Großen Saal des ...

Wien (APA) - Gemeinwohl-Ökonomie, Animationsfilm und Musik - ob und wie das zusammengeht, lässt sich am kommenden Montag im Großen Saal des Wiener Konzerthauses überprüfen. „Happiness Machine“ verspricht in einer von Jacqueline Kornmüller inszenierten „cineastischen Performance aus Animationsfilmen, Kompositionen und Testimonials“ nichts weniger als „drei Stunden Glück mit dem Klangforum Wien“.

Das Projekt hätte im Rahmen des österreichischen EU-Vorsitzes seine Premiere feiern sollen und wurde nun am 8. Februar beim Festival Eclat in Stuttgart uraufgeführt. Dabei wurden zehn Filmkünstlerinnen und zehn Komponistinnen aus elf europäischen Staaten zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit Christian Felbers Wirtschaftsmodell einer auf Kooperation, Solidarität und Teilen beruhenden Gemeinwohl-Ökonomie eingeladen. An dem „lauten Nachdenken darüber, wie wir leben wollen“, beteiligten sich u.a. die Filmemacherinnen Samantha Moore, Vessela Dantcheva und Susi Jirkuff sowie die Komponistinnen Iris ter Schiphorst, Eva Reiter und Electric Indigo. Ihre Kompositionen spielt das Klangforum Wien unter der musikalischen Leitung von Konstantia Gourzi live zu den Animationsfilmen.

Die zehn Einzelteile des Projektes könnten in Inhalt und Ästhetik unterschiedlicher nicht sein. So unternehmen Elizabeth Hobbs und Carola Bauckholt in „Die Flunder“ eine Neuinterpretation des Märchens „Der Fischer und seine Frau“ über die Gier als Antrieb, zeigen Joanna Kozuch und Ying Wang in „Music Box“ die Versuche einer Truppe von Zirkusakrobaten, eine perfekte menschliche Pyramide zu gestalten, und dekonstruieren Ana Nedeljkovic und Hanna Hartman in ihrem titelgebenden Knetplastik-Beitrag „The Happiness Machine“ ein Videospiel.

Zwischen den Kompositionen und den Filmen sind Statements von Klangforum-Mitgliedern eingebaut. „Manches Statement wirkt ein bisschen arg predigthaft“, befand die „Stuttgarter Zeitung“ nach der Uraufführung. „Dass das Projekt aber insgesamt starke Wirkung entfaltet, hat mit der Kunst selbst zu tun. Wundervoll spielerische Film-Musik-Kooperationen aus dem Spannungsfeld von Einzelwesen und Gemeinschaft sind zu bestaunen, die spürbar aus einem Miteinander der beteiligten Künstlerinnen entstanden.“

Die Uraufführung der vom Klangforum Wien vertonten Kinofassung der zehn Animationsfilme findet im Rahmen des Tricky Women/Tricky Realities Festivals am 16. März um 20 Uhr im Metro Kinokulturhaus statt. Weitere Aufführungen von „Happiness Machine“ sind u.a. in der Hamburger Elbphilharmonie, in Athen, Huddersfield und Luxemburg geplant.

(S E R V I C E - „Happiness Machine“, 4. März, 19.30 Uhr, Wiener Konzerthaus, Großer Saal, www.klangforum.at; www.konzerthaus.at)

(B I L D A V I S O – Filmstills stehen unter klangforum.at/presse zum Download bereit.)


Kommentieren